Kunden wollen Linux als alternatives Betriebssystem
Der Pinguin ist in den Unternehmen salonfähig geworden

Das Betriebssystem Linux hat sich gemausert. Die Pinguin-Maskottchen der freien Kernel-Software waren auf der LinuxWorld in New York nicht zu übersehen. Alle großen Namen der Computerwelt - wie IBM, HP, Sun und Oracle - mussten auf der Messe, die am Freitag zu Ende ging, Flagge zeigen, denn die Nachfrage der Kunden nach einem alternativen Betriebssystem ist groß.

HB NEW YORK. Wer hätte das gedacht? Da kreuzten die Erzrivalen IBM und Microsoft auf einer Linux-Fachmesse die Klingen, um potenzielle Unternehmenssoftware-Kunden mit neuen Programmen für sich zu gewinnen. So hat IBM in New York ein Programm vorgestellt, das eine Reihe bisheriger Nutzer von Windows NT zu Big Blue ins Linux-Lager locken soll.

Die Zielgruppe umfasst zwei Millionen potenzielle neue Kunden, war auf der LinuxWorld zu hören. Für sie will IBM spezielle Migrationsprogramme anbieten. Dabei geht es um Anwendungsbereiche wie Datenbanken, Sicherheit, System- und Netzwerkverwaltung und Webdienste. Beim Thema E-Mail soll ein Angebot für Lotus Domino für Linux auf IBM eServer die Microsoft-Software Exchange Server ersetzen. Bei Datenbanken wird ein Wechsel zu IBMs DB2 Universal Dataenbase für Linux anstelle von Microsofts SQL Server angeboten.

Als Maßnahme gegen die wachsende Bedrohung durch Linux hat Microsoft in New York die Version 3.5 seiner Software „Windows Services für Unix“ vorgestellt. Das Programm soll es Kunden erleichtern, wichtige Lösungen unter Unix zu erhalten, während zusätzlich mit Programmen aus der Windows-Welt gearbeitet werden kann. In vielen Firmen wird sowohl mit Windows wie mit Unix gearbeitet. Die Mannschaft um Bill Gates setzt somit auf die Unterstützung des lange verachteten Betriebssystem Unix, um die gefährliche leichte Kavallerie Linux in Schach zu halten.

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