Kundenzahl verdreifacht
DSL-Geschäft treibt Arcor

Der Festnetzanbieter Arcor hat das Ergebnis in den ersten drei Quartalen seines Geschäftsjahres 2005/06 kräftig gesteigert. Grund ist das DSL-Geschäft.

HB HANNOVER. Dank eines starken Wachstums bei den schnellen Internetzugängen (DSL) hat die Vodafone-Tochter den Umsatz um 20 Prozent erhöht. Wie Arcor am Mittwoch im Vorfeld der Computermesse Cebit mitteilte, stieg der Umsatz auf 1,4 Mrd. Euro von 1,17 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Arcor werde das Wachstumstempo im vierten Quartal sowie im kommenden Geschäftsjahr fortsetzen, sagte Arcor-Chef Harald Stöber.

"Wir verzeichnen beim Breitband-Internet einen regelrechten Nachfrage-Boom", ergänzte Stöber. Die Zahl der DSL-Kunden sei im Jahresvergleich auf rund 1,1 Mill. von 336 000 gestiegen. "Wir gehen davon aus, dass sich das Wachstum bei DSL-Kunden beschleunigen wird", prognostizierte Stöber. Dass die schnelle Internet-Technik DSL ein tragfähiges, wirtschaftliches Produkt sei, zeige sich auch in der Ergebnisentwicklung. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte Arcor in den ersten neun Monaten zum Vorjahr um 39 Prozent auf 219 Mill. Euro zu.

Wie der größte Konkurrent Deutsche Telekom will auch Arcor sein Netz in der Fläche weiter ausbauen. "In den kommenden Monaten erschließen wir über 100 neue Ortsnetze", sagte Stöber. Damit würden dann über 50 Prozent der Bevölkerung von Arcor ereicht. Bis Ende Februar hatte Arcor zudem bestehendes Netz mit der erweiterten DSL-Technik ADSL2+ aufgerüstet, mit der Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 16 Megabit pro Sekunde möglich sind. Standardmäßig werden Daten derzeit mit ein bis zwei Megabit pro Sekunde übertragen.

Die Telekom will ab Mai 16 Megabit pro Sekunde bereit stellen. Zugleich investiert der Konzern bis zu drei Mrd. Euro in die Aufrüstung des Kupferkabelnetzes mit Glasfasertechnik, um Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 50 Megabit pro Sekunde anbieten zu können. Die Telekom fordert für den kompletten Aufbau eine zumindest vorübergehende Befreiung von der Regulierung. Konkurrenten fürchten hier das Entstehen eines neuen Monopols.

Ein Regulierungsverzicht hätte gravierende Folgen für den Wettbewerb, kritisierte Stöber. "Wir fordern nachhaltige, faire Wettbewerbsbedingungen. Es kann nicht sein, dass der größte Konkurrent in die Regulierungsferien geschickt wird." Er erneuerte seine Forderung, Zugang zum neuen Glasfasernetz der Telekom zu erhalten oder alternativ die Rohre der Telekom mit eigenen Glasfaserkabeln zu bestücken.

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