Lagerfeld-Kollektion:
Jetzt blüht der Schwarzhandel

Samstag morgens um neun auf der Zeil. Ratlos blickt die ältere Dame auf die Menschenschlange vorm H&M-Schaufenster. „Was ist denn hier los?“ fragt sie. „Lagerfeld“ kommt kurz und eher unwirsch als Antwort.

FRANKFURT. Der Blick sagt: Wie kann man nur so unwissend sein? Eine knappe Stunde später sind die Ersten drin. Rennen zu den Kleiderständern. Greifen nach Cordhosen. Häufen T-Shirts bis unters Kinn. Sprühen sich „Karl Liquid“ aufs Handgelenk. Spurten mit Blusen-Stapeln zu den Umkleidekabinen. Wo gleich die nächste Schlange wartet.

Nein, die weißen T-Shirts sind schon weg. Der Verkäufer grinst, denn er selbst trägt ja noch eins. Das Karl-Lagerfeld-Shirt mit dem Konterfei des Meisters darauf. 14,90 Euro hat es gekostet. Am Samstag. Wer am Sonntag das gleiche Modell bei Ebay kaufen wollte, musste schon 36 Euro hinblättern. Denn das T-Shirt mit Karl Lagerfeld als Comicfigur ist nicht nur Kult, sondern auch ausverkauft.

Ein Wort, das die Ebay-Händler elektrisiert. „Unser Ziel ist es, nach zehn Tagen ausverkauft zu sein“, sagte der für Deutschland zuständige H&M-Pressesprecher Hans Andersson. Das es bei einigen Stücken schon nach zwei Handelstagen so sein würde, hätten selbst die größten Optimisten nicht für möglich gehalten. „Eine Neuauflage ist nicht geplant“ sagte H&M-Sprecher Mathias Geduhn.

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