Laut Stiftung Warentest
Service von Internet-Anbietern ist miserabel

Der Kundenservice der Internet-Anbieter in Deutschland ist in der Bewertung der Stiftung Warentest miserabel. Bei den acht untersuchten Unternehmen stellten die Verbraucherschützer für die Beratung vier Mal das Urteil „Ausreichend“ aus und vier Mal „Mangelhaft“.

HB BERLIN. Als bester Anbieter habe sich T-Online herausgestellt, berichtet die Zeitschrift „Test“ in ihrer Juni-Ausgabe. Als Gesamturteil erhalte das Angebot der Deutschen Telekom aber lediglich ein „Befriedigend“. Kundenanfragen per Telefon und E-Mail werden nach Feststellung der Stiftung häufig zur Geduldsprobe. Im schlechtesten Fall, beim Anbieter Freenet, hätten die Testkunden durchschnittlich 14 Minuten in der Telefon-Warteschleife gehangen. Erst nach 17 Tagen und drei Stunden bekamen sie eine Antwort auf ihre E-Mail-Anfrage.

Auch bei der Einrichtung der Anschlüsse wurden die Testkunden immer wieder enttäuscht. Bei Alice und Freenet seien Bestellungen einfach verloren gegangen. Alice und Versatel ließen nach Angaben von Stiftung Warentest angekündigte Termine zur Freischaltung des Internetanschlusses einfach verstreichen, ohne den Kunden zu benachrichtigen. Versatel lieferte schließlich falsche Geräte und AOL buchte die Kosten für eine Internettelefonie-Flatrate vom Konto ab, die nie bestellt worden war. Kabel Deutschland schickt zwar Techniker ins Haus. Doch wenn diese falsche Geräte mitbringen oder erst vor Ort feststellen, dass ein Internetanschluss per Kabel nicht möglich ist, ist auch niemandem geholfen. Nur bei 1&1 verlief die Einrichtung komplett problemlos.

Doch selbst wer einen Ansprechpartner erreiche, so die Erfahung der Tester, bekam nur selten eine qualifizierte Auskunft. Schon einfache Fragen wie die nach der maximalen Größe von E-Mail-Anhängen wussten einige Mitarbeiter nicht zu beantworten. Ganz zu schweigen von kniffligen Anliegen wie Kinderschutzmechanismen oder dem Einrichten einer eigenen Homepage.

Positiv vermerkten die Verbraucherschützer, dass nach einem Neuanschluss oder Wechsel die Internetverbindung bei allen Anbietern weitgehend störungsfrei und annähernd so schnell laufe wie versprochen.

Unwirksame AGB

Dass auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen ihre ganz eigenen Tücken aufweisen, haben die Tester weiterhin festgestellt. Zahlt ein Surfer seine Rechnungen nicht, drohen einige Anbieter mit Sperrung des Internetzugangs. Die Regelungen des neuen Telekommunikationsgesetzes lassen sie dabei gern außer Acht: Die Schulden müssen mindestens 75 Euro betragen und die Sperrung unter anderem zwei Wochen vorher angekündigt werden. Auch beliebt: Preiserhöhungen ohne Widerspruchsrecht des Kunden. Fazit von Stiftung Warentest: Solche Klauseln benachteiligen Kunden unangemessen und sind daher rechtlich unwirksam.

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Stiftung Warentest

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