Leipzig
Messe für Computerspiele rückt in die Spitzengruppe auf

Das Konzept der Publikumsmessen ist in der Video- und Computerspielebranche aufgegangen. Nach der Implosion der reinen Fachmesse für Video- und Computerspiele „E3“ in Los Angeles sehen sich Standorte wie Tokio und Leipzig in ihrer Ausrichtung auf das Breitenpublikum mehr als bestätigt.

TOKIO / DÜSSELDORF. Die diesjährige Games Convention in Leipzig beginnt mit einem Fachbesuchertag am 23. August und ist danach für Jedermann geöffnet. Im Vorjahr kamen 130  000 Besucher, dieses Jahr werden 150  000 erwartet.

Die amerikanische Veranstaltergesellschaft ESA hatte Anfang der Woche das faktische Ende der glamourösen Videospieleparty E3 angekündigt. Statt 60  000 Fachbesucher im riesigen Los Angeles Convention Center werden im kommenden Jahr nur noch 6  000 bis 7  000 Fachbesucher selektiv in Hotel-Konferenzräumen empfangen.

Die seit 1995 führende Show in Los Angeles mit legendären Parties in Hollywood und Millionen-Dollar-Messeständen mit tausenden Plasmabildschirmen war finanziell aus dem Ruder gelaufen. Die Aussteller, Firmen wie Sony, Microsoft, Electronic Arts oder Nintendo, wollen die Kosten einfach nicht mehr tragen.

Sie setzen mehr auf Sponsoring von Videospiele-Olympiaden oder Veranstaltungen wie die „World-Cyber-Games“ und Publikumsmessen mit lokaler Bedeutung. Seitdem klingen an den Messestandorten Schanghai, Tokio, Seoul und Leipzig die Sektgläser. Denn sie sehen sich als die Gewinner dieser Entwicklung.

Allen voran die Tokio Games Show mit zuletzt 176  000 Besuchern (davon 36  000 Fachbesucher), die nun weltgrößte Branchenveranstaltung. Yuka Igarashi vom Veranstalter CESA (Computer Entertainment Suppliers Association) sieht auf Anfrage denn auch keine direkten negativen Auswirkungen der E3-Probleme auf die Tokioter Messe. Den Sparzwang der Unternehmen hätte die Messe schon 2001 zu spüren bekommen. Damals, so Igarashi, stellte die Game Show von zweimal auf einmal jährlich um.

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