Lieferanten müssen in RFID-Technik investieren
Allianz für intelligente Etiketten

Siemens, SAP und Intel arbeiten bei der Entwicklung von Funketiketten künftig zusammen. Die Konzerne bieten gemeinsame Lösungen für den Einstieg in die Datenerfassung per Funk-Chip (RFID, Radio Frequency Identification).

HB DÜSSELDORF. „Mit unserem Angebot wollen wir den Firmen den Start in die neue Technik erleichtern“, sagt Markus Kehrwald, RFID-Experte bei Siemens Business Services. Die Lösungen reichen von der Ausstattung der Paletten mit RFID-Chip bis hin zur Integration der Funkdaten in die Warenwirtschaft des Kunden.

Die IT-Branche setzt große Hoffnungen auf die Datenerfassung per Funk-Chip in der Logistik. Mit ihrer Hilfe können Produktinformationen, die auf winzigen Warenetiketten gespeichert sind, über Funk an das zentrale Warenwirtschaftssystem übermittelt werden. Seitdem die Handelsunternehmen Wal-Mart und Metro mit der neuen Technik ernst machen und ihre Lieferanten dazu verpflichten, in Systeme zur berührungslosen Datenerfassung zu investieren, versuchen immer mehr IT-Firmen, einen Fuß in die Tür der potenziellen Kunden zu bekommen.

Bislang hat kaum einer der Lieferanten freiwillig in die neue Technik investiert. Sie war den Firmen einfach zu teuer. Doch nun, nachdem Wal-Mart bereits im nächsten Jahr und die Metro 2006 die komplette Lieferkette mit den Funketiketten überwachen wollen, bleibt den Lieferanten nicht anderes übrig, als sich schleunigst mit der Technik auseinander zu setzen. „Viele Firmen werden zunächst zusehen, dass sie es schaffen, die Paletten mit den RFID-Tags auszustatten“, vermutet Kehrwald. Eine Einbindung der Technik in das eigene Warenwirtschaftssystem werde erst später erfolgen.

Marktforscher wie der US-amerikanische IT-Analyst IDC sagen der RFID-Branche eine große Zukunft voraus. Der Handel und seine Lieferanten müssen nicht nur Funketiketten und Lesegeräte kaufen, sondern auch in schnelle Rechner und in Datenbanken investieren. Denn nur so können die riesigen Datenmengen bewältigt werden, die entlang der Logistikkette entstehen bis das Produkt im Einkaufswagen des Kunden landet. Allein bei den Einzelhandelslieferanten in den USA sollen die Investitionen in RFID bis zum Jahre 2008 auf bis zu 1,3 Millarden US-Dollar steigen. Dies entspräche dem 14-fachen der Ausgaben in 2003. Vor allem die Ausstattung der Unternehmen mit der Hardware werde 2007 ein Investitionsvolumen von 875 Millionen US-Dollar erreichen.

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