Linux-Offensive und innovative Netzdienste sollen Softwarehaus stärken
Novell-Chef Messman setzt auf offene Standards

Das auf Netzwerklösungen spezialisierte US-Softwarehaus Novell nutzte seine europäische Kundenmesse Brainshare in Barcelona, um neue Strategien und Produkte vorzustellen. Linux-basierte Lösungen und ein innovatives Konzept zur Verwaltung digitaler Ressourcen stehen dabei im Vordergrund.

HB BARCELONA. Novells Neupositionierung als einer der führenden Anbieter von Open-Source-Lösungen kommt nicht von ungefähr. Das schwache Lizenzgeschäft mit dem Netzwerkbetriebssystem Netware, das in diesem Geschäftsjahr rund 9 Prozent unter Vorjahr liegt, zwingt das in Waltham, Massachusetts, ansässige Softwarehaus zum Umdenken. Die Akquisitionen von Suse Linux und Ximian haben das notwendige technische und vertriebliche Know-how für Server- und Desktop-Lösungen auf Basis der Open-Source-Plattform dem ehemaligen Marktführer bei Netzsoftware ins Haus gebracht. Gleichzeitig zeigen Marktanalysen, dass Linux aufgrund geringer Anschaffungskosten bei gleichzeitig hoher Skalierbarkeit und Sicherheit als Serverplattform bei Geschäftskunden immer wichtiger wird.

Die Marktforscher von IDC gehen davon aus, dass im Jahr 2007 bereits 30 Prozent aller neu verkauften Serverlizenzen und 6 Prozent aller neuen Desktoplizenzen auf Linux basieren. Mit 19 000 verkauften Linux-Serverlizenzen im 3. Quartal des laufenden Geschäftsjahres liegt Novell zwar noch deutlich hinter dem Marktführer Red Hat, der im gleichen Zeitraum 80 000 Lizenzen verkaufte. Doch Novell-Chef Jack Messman ließ in seiner Rede keinen Zweifel daran, dass Novell am Linux-Wachstum kräftig partizipieren will.

Das neue Flaggschiffprodukt „Novell Open Enterprise Server“, Nachfolger der bisherigen Netware-Plattform, wird Netzwerkdienste wahlweise auf einem Linux- oder einem Netware-Kernel anbieten. Es soll nach Angaben von Novell Mitte November 2004 auf den Markt kommen. Zudem präsentierte Novell Linux Desktop Lösungen auf Basis von Suse Linux und Ximian. Novell fährt auch hier vorerst zweigleisig in Bezug auf die eingekauften Gnome- und KDE-Desktop Lösungen. Zur Brainshare wurden zudem neue Versionen der Managementsuite Zenworks 6.6 für Linux sowie zwei neue Virtual Directory Services vorgestellt.

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