Linuxtag in Karlsruhe
Messe für „freie Software“

Treffpunkt für Interessenten an „freier Software“ ist die Stadt Karlsruhe in den kommenden Tagen. Der elfte Linuxtag, der am Mittwoch eröffnet wurde, steht unter dem Motto „Linux everywhere“ (Linux ist überall).

dpa KARLSRUHE. Die Messe ist nach Angaben der Veranstalter europaweit die wichtigste in diesem Bereich. Bis Samstag werden im Karlsruher Kongresszentrum bis zu 20 000 Besucher erwartet. Das freie Betriebssystem Linux ist das bekannteste Beispiel für so genannte Open Source-Software. Dabei ist der Kern des Programms frei und kostenlos verfügbar.

„Wir haben die Ausstellungsfläche noch einmal um rund 400 Quadratmeter stark vergrößert“, sagte Linuxtag-Sprecher Andreas Gebhard der dpa. Damit hätten in diesem Jahr viele weitere freie Projekte Platz gefunden.

Neben dem Einsatz von Linux in Behörden und Unternehmen werde es diesmal auch einen Schwerpunkt für gesellschaftlich interessante Einsatzgebiete geben, sagte Gebhard. „In diesem Bereich haben wir diesmal eine Vielzahl spannender Sachen.“ So gehört auch Jimbo Wales, Gründer der freien Enzyklopädie Wikipedia zu den Keynote-Speakern. Die Enzyklopädie (www.wikipedia.de) gibt es inzwischen in mehr als 100 Sprachen. Zu den Inhalten kann jeder Anwender weltweit mit seinem eigenen Wissen beitragen.

Auch zahlreiche Unternehmen wie Hewlett-Packard, das US- Softwareunternehmen Novell und Intel sowie erstmals der finnische Handyhersteller Nokia sind auf der Messe vertreten. Ein Schwerpunkt ist der Einsatz von Linux-Software in Unternehmen und Behörden. IT- Verantwortliche können sich anhand von Praxisbeispielen über den möglichen Einsatz von Linux in der Verwaltung informieren. Fachforen geben einen Überblick über neue Technologien.

Der Behördenkongress steht unter der Schirmherrschaft des Bundesinnenministeriums. Staatssekretärin Ute Vogt (SPD) sagte zur Eröffnung, Ziel sei eine möglichst große Unabhängigkeit von einzelnen Herstellern. Die Bundesverwaltung habe schon sehr früh Open Source- Produkte eingesetzt.

Es werden dieses Mal auch deutlich mehr Endverbraucher als in den vergangenen Jahren erwartet, sagte Gebhard. 200 Aussteller zeigen in einer Fachschau Konsumenten-Produkte wie Videorecorder oder Handys auf der Basis von Linux. Für „Einsteiger“ bietet das „Practical Linux Forum“ allgemeine Informationen zu den verschiedenen Anwendungen freier Software. Über 200 Vorträge runden das Programm ab.

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