Liquid Feedback
Piraten basteln an neuer Version der „flüssige Demokratie“

Die Piraten wollen demokratische Prozesse mit den Möglichkeiten des Netzes neu gestalten. Die von ihnen verwendete Software Liquid Feedback kommt nun in einer neuen Version heraus.
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BerlinDie Piratenpartei will im August eine neue Version der Beteiligungssoftware Liquid Feedback einführen und den Austausch auf dieser Plattform vorantreiben. Die Neuerungen sollen dazu beitragen, die noch bestehenden innerparteilichen Widerstände zu entkräften. Fernziel ist dann eine „Liquid Democracy“ - hier sollen bestehende Grenzen demokratischer Prozesse aufgelöst, „verflüssigt“ werden.

„Ich bin der Meinung, wir sollten das System jetzt ernsthaft nutzen“, sagte Klaus Peukert, der im Bundesvorstand der Partei für Betrieb und Weiterentwicklung der Nutzung von Liquid Feedback verantwortlich ist, am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. „Bisher hatten Abstimmungsergebnisse bei Liquid Feedback oft keine Konsequenzen. Das sollten wir jetzt ändern und solche Entscheidungen auch im Vorstand aufgreifen.“

Der Verein Interaktive Demokratie stellt am kommenden Freitag in Berlin die Version 2.0 seiner Software vor, die auch von anderen Organisationen genutzt wird. Auch der Landkreis Friesland plant den Einsatz der Software für die Bürgerbeteiligung. Die Piratenpartei beschloss auf ihrem ersten Bundesparteitag im Mai 2010 in Bingen am Rhein, Liquid Feedback bundesweit einzuführen. Die Software wird für die innerparteiliche Meinungsbildung und für Abstimmungen verwendet. Dabei kann jedes Mitglied die eigene Stimme zu einem bestimmten Thema auch an eine Person seines oder ihres Vertrauens delegieren.

Die so entstehende Abstimmungsmacht einzelner Personen ist einer der Gründe, an der die Kritik innerhalb der Piratenpartei ansetzt. Zur Klärung der seit langem andauernden Kontroverse will der Bundesvorsitzende Bernd Schlömer ein externes Gutachten zur Nutzung von Liquid Feedback erstellen lassen.

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„Kleine aber laute Minderheit“ gegen Liquid Feedback

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  • Methoden wie bei g(oogle)mail

    “Diese Änderung wurde von Facebook für alle Nutzer vorgenommen, sie wurden darüber nicht informiert”

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-stellt-Nutzerprofile-auf-firmeneigene-E-Mail-Adressen-um-1626017.html

    So lange es kein Pi-Space kapern ist!

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