MacWorld 2008
Opfer des eigenen Erfolgs

Ein teures Laptop, ein Online-Filmverleih, ein paar neue Gimmicks für das iPhone - das war nicht wirklich berauschend dieses Mal auf der der MacWorld in San Francisco. Ist Apple-Story am Wendepunkt angelangt? Ein Kommentar.

SAN FRANCISCO. Es ist ziemlich viel verlangt von einer Firma jedes Jahr aufs Neue die Massen zu begeistern. Aber von Apple wird es verlangt. Ob das nun unfair ist oder nicht, das ist nicht wichtig. Dieses Jahr hat es jedenfalls nicht geklappt. Das „Wow“ ist ausgeblieben.

Ein teures Laptop, einen Online-Filmverleih, ein paar neue Gimmicks für das iPhone und eine externe Festplatte. Das war nicht wirklich berauschend dieses Mal auf der der MacWorld in San Francisco. Aber ist Apple-Story deshalb schon am Wendepunkt angelangt? Ist der Innovationsmotor Steve Jobs ins Stottern geraten?

Sicher nicht. Der Jahresbeginn 2008 war zum großen Aufräumen gedacht. Die Produktpalette wurde komplettiert, Fehler in iPhone und iPod ausgebügelt, das misslungene TV-Abenteuer zusammengekehrt und noch mal auf Los gesetzt. Das muss auch mal sein.

Die wirkliche Aussage über die Entwicklung von Apple wird am 22. Januar fallen. Dann werden nach Börsenschluss die jüngsten Quartalszahlen erwartet. Alle Säulen des Apple-Geschäfts waren zum Jahresende erstmals vollständig an ihrem Platz – das PC-Geschäft, iPod und Medien, sowie das iPhone. Das Weihnachtsgeschäft muss für Apple fantastisch gewesen sein. Alles andere wäre in der Tat eine echte Enttäuschung und Grund zur Besorgnis. Jedenfalls mehr als eine eher müde Eröffungsrede einer Produktmesse.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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