Manipulierte Sicherheitseinstellungen
WM-Wurm trickst Anwender aus

Statt der versprochenen Bilder nackter Fußballer oder gewalttätiger Hooligans liefert eine neue Massen-E-Mail einen Computerwurm frei Haus.

hiz DÜSSELDORF. Die Sicherheitsexperten von Sophos, Panda Labs und Avira warnen vor einem neuen Wurm, der das Umfeld der laufenden Fußballweltmeisterschaft missbraucht. Den Empfängern der verseuchten E-Mails werden Fotos kickender Nudisten oder Bilder brutaler Übergriffe von Hooligans versprochen, wenn sie den Anhang anklicken. Statt vermeintlicher Fotos versteckt sich in den E-Mail-Anhängen jedoch der E-Mail Wurm Sixem-A bzw. Soccer-A

Sobald Anwender das Attachment öffnen, installiert sich der elektronische Schädling auf dem Rechner, versucht die Sicherheitssoftware zu deaktivieren und versendet sich selbstständig an die auf dem PC gespeicherten Adressen weiter. Sixem-A ist nicht das erste Schadprogramm, mit dem Virenprogrammierer versuchen, die Fußball-Begeisterung der Computeranwender auszunutzen. „Es ist typisch für Virenprogrammierer, Großveranstaltungen wie die derzeitige Fußball-WM für ihre Attacken zu missbrauchen. Computeranwender sollten sich dessen bewusst sein, um ein Eigentor zu vermeiden“, mahnt Christoph Hardy, Security Consultant bei Sophos.

Um die Computeranwender zu täuschen, nutzen die Versender des Wurms verschiedene Verschleierungsmethoden. Unter anderem versuchen sie, die Empfänger der Mail mit Betreffzeilen wie „Naked World Cup game set“ oder „Soccer fans killed five teens“ dazu zu bringen, das infizierte Attachment zu öffnen. Sie versprechen Fotos von nackten Fußballspielern oder geben die Mails als offizielle Meldung des amerikanischen Nachrichtensenders CNN aus. Darin behaupten sie, Fußballfans hätten fünf Jugendliche getötet, wie man anhand der beigefügten Fotos sehen könne. Nach Avira-Informationen sind diese Mitteilungen frei erfunden. Sie tauchen den Angaben zufolge häufig mit den Absenderadressen hotnews(at)cnn.com oder todaynews(at)cnn.com auf. „Hier zeigt sich wieder, dass der am schwierigsten zu kontrollierende Faktor und somit das größte Sicherheitsrisiko in der Malware-Erkennung der Mensch ist", klagt Luis Corrons, Direktor der PandaLabs.

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