Markt für mobile E-Mails: Microsoft macht Jagd auf den Blackberry

Markt für mobile E-Mails
Microsoft macht Jagd auf den Blackberry

Lange Zeit war Research in Motion (RIM) mit seiner mobilen E-Mail-Maschine Blackberry unangefochtener Anbieter. Doch nun geraten die Kanadier gleich von mehreren Seiten unter Druck.

HB DÜSSELDORF. Nicht nur Patentstreitigkeiten in den USA und vermehrt aufkommende Sicherheitsbedenken machen RIM zu schaffen, neben anderen Geräteherstellern will nun auch Microsoft vom wachsenden Markt für mobile E-Mail-Lösungen profitieren. Der Softwareriese hat auf der Mobilfunkmesse 3GSM in Barcelona zum Großangriff geblasen.

Nokia und Sony-Ericsson sowie Motorola und Samsung bieten noch in diesem Jahr auf der Geräteseite spannende Alternativen zum Blackberry. "Ich sehe eigentlich nichts, was den Blackberry-Dienst derzeit absichern könnte - außer vielleicht die Angst vor Microsoft selber", erklärt Telekom-Experte Philipp Gerbert von der Boston Consulting Group. Umso genauer wird der Marktstart des neuen Blackberry-Flaggschiffs beobachtet.

Ohne Frage, RIM hat mit dem neuen Blackberry 8700 deutlich aufgerüstet. Dank schnellerem Prozessor geht alles noch lockerer von der Hand - die Bedienung der Kult-Objekte war immer schon intuitiv. Das Telefon-Display oberhalb der vollständigen "QWERTZ-Tastatur" ist zudem im bunten Multimedia-Zeitalter angekommen. Auf eine optionale Speichererweiterung oder gar UMTS muss man jedoch verzichten, hier ist die Konkurrenz weiter.

Die Blackberry-Jäger kommen

Großes Potenzial als Blackberry-Jäger hat das E61 vom weltgrößten Handy-Hersteller Nokia. Das auf dem jüngsten Symbian-Betriebssystem basierende Gerät sieht zwar fast aus, wie das Vorbild aus Kanada, bietet im Gegensatz aber auch den neuen Mobilfunkstandard UMTS und Wireless LAN. Beim Dienst, mit dem E-Mails direkt auf mobile Geräte durchgeleitet werden, zeigen sich die Finnen flexibel. Neben dem Blackberry-Service von RIM werden auch Visto E-Mail und Seven Always-On Mail zum Abgleich von Nachrichten, Kontakt- und Kalender-Daten unterstützt.

Das Gemeinschaftsunternehmen Sony-Ericsson hat mit dem klassisch gehaltenen P990i und dem stylisch schlanken M600i ebenfalls spannende Herausforderer im Programm, die auf dem Symbian-Betriebssystem basieren und auch UMTS sowie WLAN unterstützen. Sie arbeiten mit fast allen gängigen Push-E-Mail-Lösungen - beispielsweise auch mit Intellisync, Microsoft Exchange ActiveSync, Seven, Visto und natürlich Blackberry Connect - zusammen.

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