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ZDF-Intendant: Digitalisierung verändert Fernsehen gewaltig

Mit dem Übergang zur digitalen Welt wird sich laut ZDF-Intendant Markus Schächter in den kommenden Jahren im Fernsehen mehr ändern als in den vergangenen Jahrzehnten.

dpa MAINZ. Mit dem Übergang zur digitalen Welt wird sich laut ZDF-Intendant Markus Schächter in den kommenden Jahren im Fernsehen mehr ändern als in den vergangenen Jahrzehnten.

Die erwartete Verbindung von Fernsehen und Internet sei eine bedeutende Chance, wieder mehr jüngere Zuschauer zu erreichen, sagte Schächter am Freitag in Mainz in einer Sitzung des ZDF-Fernsehrates. Natürlich habe die digitale Welt auch „die Qualität eines ausgesprochenen Bedrohungsszenarios“ - etwa wegen neuer Wettbewerber aus der Welt- Liga der großen Finanzinvestoren.

„Aber ich sehe in diesen Veränderungen die Chance einer deutlich interessanteren Zukunft für das öffentlich-rechtliche Fernsehen“, sagte Schächter und verwies auf Kompetenzen etwa bei kulturellen, gesellschaftlichen und historischen Hintergrundinformationen und die Sparte der Fernsehfilme. Das ZDF könne den Zuschauern in der neuen, vernetzten Welt ein deutlich komplexeres und tiefer gehendes Angebot machen, als dies in der Programmgeschichte als Einkanalsender möglich gewesen sei.

In seinem Haushaltsplan für 2007 sieht der Sender nach eigenen Angaben einen Überschuss von 25 Mill. Euro vor. Besonders ein erwartetes Betriebsergebnis von 73 Mill. Euro sei im vorletzten Jahr einer Gebührenperiode (2005 bis 2008) ein „sehr zufrieden stellendes Resultat“. Das Haushaltsvolumen betrage insgesamt rund 1,9 Mrd. Euro. In diesem Jahr habe das ZDF einen Marktanteil von 13,6 Prozent erreicht und damit den zweiten Platz hinter der ARD und vor RTL. Die strikten Sparvorgaben seien 2006 eingehalten und das Etatziel von einem Überschuss von vier Mill. Euro mehr als erreicht worden: Nach vorläufigen Zahlen könnten weitere elf Mill. Euro den Rücklagen zugeführt werden.

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