Medium bauen Internetauftritte aus
Suche nach dem Online-Gral

Die zweite Internetwelle rollt über die Wirtschaften der Industrieländer hinweg, aber diesmal soll alles besser werden als im Dotcom-Hype. Vor allem die Medienbranche brütet darüber, wie aus den neuen Technologien auch neue Geschäftsmodelle entstehen könnten.

bn BERLIN. Mit Werbung im Internet lässt sich mittlerweile immerhin richtig Geld verdienen – Platzhirsch Google macht vor, wie es geht. Deutsche Medienhäuser wie Bertelsmann, Axel Springer oder Holtzbrinck konkurrieren dabei aber nicht nur mit den amerikanischen Internetgiganten, sondern auch mit kleinen Startups und Blogs, die ihnen auch publizistisch das Geschäft streitig machen.

Auf solchen „user generated content“ lässt sich „Spiegel Online“ nicht ein. Die Beiträge seiner Nachrichtenseite würden auch in Zukunft von ausgebildeten Redakteuren geschrieben, sagte Chefredakteur Matthias Müller von Blumencron auf dem diesjährigen Leipziger Medientreffpunkt Mitteldeutschland.

Dass „Spiegel Online“ zum einzigen deutschen Online-Leitmedium mit zwölf Millionen Seitenaufrufen täglich geworden ist, führt von Blumencron vor allem auf den langen Atem seines Verlages zurück. Während die Konkurrenz nach dem Platzen der Internet-Blase 2001 ihre Online- Auftritte drastisch gekürzt habe, sei „Spiegel Online“ weitgehend unbehelligt geblieben.

Heute ist er einer der wenigen Onlinedienste, die Gewinn abwerfen. Zwei Millionen Euro waren es im vergangenen Jahr – bei 15 Millionen Euro Umsatz. Für dieses Jahr erwartet Blumencron noch deutlich höhere Gewinne.

Während „Spiegel Online“ die Nutzer auch weiterhin nur in Foren und bei Abstimmungen mitmachen lässt, versuchen Regionalzeitungen wie die „Leipziger Volkszeitung“, ihre Leser auch als Reporter einzubinden. Abonnenten erhalten die Zeitung auch als elektronische Version. Außerdem hat das Blatt bereits eine Lizenz für den Versand regionaler Video- Informationen aufs Handy beantragt.

Auch der Online-Chef der „Süddeutschen Zeitung“, Hans Jürgen Jakobs, will journalistische Inhalte stärker multimedial inszenieren, wenn dadurch ein Mehrwert für den Nutzer entsteht. Außerdem soll sich das Angebot den mehrfach am Tag wechselnden Kommunikationsbedingungen der Nutzer anpassen.

Quelle: BusinessNews

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