"Megathema in der Kommunikation": WLAN könnte UMTS Konkurrenz machen

"Megathema in der Kommunikation"
WLAN könnte UMTS Konkurrenz machen

Der drahtlose Internetzugang WLAN könnte nach Angaben führender Branchenvertreter entgegen der landläufigen Meinung doch zu einer Bedrohung für UMTS werden. Zumindest sehen die großen deutschen Telekommunikationsanbieter in der Technik ein hohes wirtschaftliches Potenzial.

vwd HANNOVER. Dies ging am Dienstag aus ersten Äußerungen auf der CeBIT in Hannover hervor. Die Marktführerin Deutsche Telekom AG besetzt das Geschäftsfeld mit mehreren Töchtern und gab auf der Hightechmesse eine Vermarktungsoffensive bekannt.

Vorstand Josef Brauner nannte die Übertragungstechnik, die extrem schnell, dafür aber nur in engem Radius nutzbar ist, "ein Megathema in der Kommunikation". Es soll früh besetzt werden, um so überdurchschnittlich davon profitieren zu können. Mehr als eine Ergänzung zu UMTS könne WLAN aber nicht sein, beteuerte das Unternehmen allerdings einmal mehr. Konkurrenz zu UMTS bei ausreichender Ausbreitung von WLAN Das sieht beispielsweise die Wettbewerberin E-Plus Mobilfunk GmbH & Co KG anders. Geschäftsführer Uwe Bergheim sagte zu vwd, ob WLAN eine Konkurrenz werden könne, hänge von der Ausbreitung dieser Technik ab. "Wenn erstmal einige Tausend dieser Zellen stehen, sieht die Sache schon anders aus." Von den großen Mobilfunkanbietern wird WLAN nach seinem Dafürhalten eher heruntergespielt.

Auch nach Einschätzung des Branchenverbandes Bitkom könnte WLAN in Konkurrenz zu UMTS treten, wenn auch zunächst nur auf größeren Plätzen. Dies sagte Verbandspräsident Volker Jung auf Fragen von vwd. Auf jeden Fall habe WLAN wie der Mobilfunk der dritten Generation das Potenzial zum Massenmarkt. Die drahtlosen lokalen Funknetze sind in den vergangenen Monaten in Deutschland wie Pilze aus dem Boden geschossen.

Auch im Kreis der UMTS-Lizenzinhaber gab es schon vor der CeBIT verstärkte Bestrebungen. So will die Vodafone Group plc 2003 eine "deutlich dreistellige Zahl" an Hotspots einrichten. Und T-Mobile, mit den Starbucks-Cafes in den USA bereits ein erfahrener WLAN-Anbieter, sieht in den Funkzellen neben UMTS und GPRS neuerdings sogar einen "Schwerpunkt der Unternehmensstrategie".

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