Mehr Gewinn und Umsatz
Ufa steigt ins Handy-TV ein

Die Ufa will künftig nicht nur Programmlieferant für Fernsehsender sein. Deutschlands größter TV-Produzent wird im zweiten Halbjahr erstmals eine Serie für das Handy starten. Für die Tochter des Medienkonzerns Bertelsmann ein wichtiger Schritt.

DÜSSELDORF. „Für uns ist die Soap für Mobiltelefone ein Riesenschritt. Zum ersten Mal steigen wir in das Endkundengeschäft ein“, sagte Ufa-Chef Wolf Bauer dem Handelsblatt. Die Serie für das Handy wird nach Unternehmensangaben den Titel „Kill your Darling“ tragen. Es würden 30 Teile des Thrillers mit einer Länge von drei Minuten hergestellt. „Der erste Vertrag mit einem Mobilfunkunternehmen ist bereits geschlossen“, bestätigte Bauer. Mit welchen Mobilfunkkonzern die Ufa allerdings einen entsprechenden Vertrag geschlossen hat, blieb unklar. Die Mobilfunkanbieter T-Mobile und Vodafone waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Für die Ufa, Tochter des Medienkonzerns Bertelsmann, ist die Ausweitung der Film- und Fernsehgeschäft auf mobile Endgeräte wie das Handy ein wichtiger Schritt. Denn im Gegensatz zum Fernsehen ist die Ufa beim Handy-TV direkt an den Erlösen beteiligt. „Wir wollen mit unseren Inhalten auf allen Plattformen präsent sein“, sagte Bauer.

Mit der ersten Serie für Handys will sich die Bertelsmann-Tochter einen Wettbewerbsvorsprung gegenüber Bavaria Film sichern. Der Konkurrent aus München hat noch keine konkreten Projekte in Arbeit. „Wir beobachten den Markt“, sagte ein Bavaria-Sprecher.

In der Branche gelten Produktionen für mobile Medien als wenig umsatzstark. „Das sind doch nur Experimente“, kritisiert ein Insider. Der Markt für Fernsehproduktionen mit einem Umsatzvolumen von zwei Mrd. Euro in Deutschland stagniert jedoch. „Wenn der Markt nicht mehr wächst, muss ich in Qualität investieren und auf neue Medien zugehen“, sagt deshalb Ufa-Chef Bauer.

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