Mehr Privatsphäre
Der Facebook-Dinosaurier schlägt zu

Facebook erntete von seinen Nutzern in der Vergangenheit viel Kritik an den Änderungen der Privatsphäre-Einstellungen. Und handelt. Zur Abwechslung wird das sogar kommuniziert.
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DüsseldorfFacebook und Privatsphäre sind wie Bonnie und Clyde. Unzertrennlich, mit einem Hauch an Verbrechen. Tatsächlich hagelte es in letzter Zeit immer wieder Kritik an den neuen Einstellungen. Die Nutzer wurden unzufrieden und fühlten sich schlecht informiert. Jetzt bekamen sie Recht. Denn: Facebook will die Privatsphäre seiner Mitglieder in vier Schritten verbessern.

Erstens: Wer ein Profil bei Facebook hat, weiß, dass sein Coverfoto (das ist das große, alles in den Schatten stellende Foto ganz oben) für jeden sichtbar ist. Seitdem die Profile umdesignt wurden und es diese Titelbilder gibt, ist das so – im Gegenteil zum Profilfoto, bei dem der Nutzer bereits einstellen kann, ob seine „Freunde“, nur er selbst, alle oder gar nur ganz bestimmte Leute einen Blick drauf werfen dürfen.

Damit reagiert das Unternehmen auf zahlreiche Proteste. Facebooks Produktmanager Michael Novak sagt im Gespräch mit der Washington Post: „Manch einer hatte das Gefühl, die Privatsphäre-Einstellungen bei Facebook hätten sich in der Vergangenheit zu oft geändert. Oder dass wir das nicht gut genug kommuniziert hätten.“ Jetzt würde das Unternehmen die Privatsphäre nicht länger als eine Reihe von Settings sehen, sondern viel mehr als eine Reihe von Erfahrungen, die den Nutzern helfen, sich bei Facebook wohl zu fühlen.

Grund ist vielleicht auch die Stagnation, die das Netzwerk mittlerweile erlebt. Den Facebook-Nutzern wird langweilig. Eine Art von digitaler Müdigkeit schleicht sich ein.

 

Zweitens: Facebook wird nutzerfreundlicher. Seit einiger Zeit kann man direkt beim Posten seines Inhaltes einstellen, wer das sehen soll. Die Optionen sind die gleichen wie beim Coverfoto. Das ist für jedes Foto beziehungsweise jeden Post individuell einstellbar und kann auch nachträglich geändert werden. Zudem ist diese Änderung auch auf dem Smartphone möglich.

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