Mehrere Prozessoren auf einem Chip
Intels will Chips Beine machen

Mit so genannten Multi-Core-Prozessoren wollen die Chiphersteller in Zukunft den Computern Beine machen.

hiz DÜSSELDORF. Während der aktuell in San Francisco laufenden Intel-Entwickler-Konferenz (IDF) stellte der Halbleiterprimus seine ersten eigenen Multi-Core-Prozessoren vor. Vereinfacht handelt es bei diesen Bauteilen um mehrere Computerprozessoren auf einem Chip.

Während der Konkurrent AMD schon Ende vergangenen Monats seinen Dual-Core Operton Prozessor vorstellte, wartete Intel mit der erwarteten Ankündigung bis zum Entwicklerforum. Allerdings zeigt AMD in San Francisco, quasi um die Ecke der Intel-Veranstaltung, bereits die ersten PC-kompatiblen Rechner mit den Multiprozessoren. Von Intel wird derzeit nur der Serverchip Itanium 2, Codename Montecito, im Dual-Core-Design gezeigt. Dieser Chip beherbergt mehr als 1,7 Milliarden Transistoren und 24 Megabyte Cachespeicher auf einem Stück Silizium. Die Multi-Core Versionen der Pentium- und Xeon-Reihe werden von den Fachleuten allerdings für das erste Halbjahr des nächsten Jahres erwartet.

Mit Dual-Core-Prozessoren wollen die Hersteller die Leistung der Rechner steigern, ohne - wie bisher üblich - die Taktrate zu erhöhen. Dabei soll bei gestiegener Rechenleistung der Stromverbrauch und damit die Wärmeentwicklung der Chips optimiert werden. Zudem steigen bei der reinen Geschwindigkeitssteigerung und der weiteren Verkleinerung der Chipstrukturen die Kosten und Probleme exponential.

Auf der anderen Seite nimmt mit der Verbreitung digitaler Technologien über verschiedene Industriezweige hinweg die Bedeutung der reinen Prozessorgeschwindigkeit zu Gunsten der Befriedigung von breiter werdenden Anwenderbedürfnissen ab. Das Ziel ist also die Optimierung des Durchsatzes. Deswegen plant auch Intel die Einführung der Multi-Core-Technologie in allen Prozessorlinien.

Schon mit der so genannten Hyper-Threading-Technologie, bei der ein Prozessor in den Wartezeiten, andere Aufgaben löst, legte Intel den Grundstein für den Einsatz von Multi-Core-Prozessoren. Softwareentwickler entwickelten Applikationen, die Informationen parallel verarbeiten können. Diese Entwicklungen bilden die Basis für den Einsatz von Multi-Core-Prozessoren.

In einer Rede vor 5000 Entwicklern skizzierte Intel-Präsident und COO Paul Otellini, welche Möglichkeiten Multi-Core Prozessoren für Rechner der Zukunft eröffnen: „Mit der Multi-Core Technologie können Entwickler die Vorteile bestehender Ressourcen und Tools nutzen und mit ihrer Hilfe den Endanwendern neue und innovative Produktmerkmale anbieten."

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