Mehrkern-Prozessoren
Kraft der zwei Hirne begeistert die Branche

Wenn Hector Ruiz über die neuen Mehrkern-Prozessoren spricht, gerät er schnell ins Schwärmen. "Acht Kerne sind sicher möglich, vielleicht sogar mehr", prophezeit der Chef des kalifornischen Chipherstellers AMD. Der Grund für die Euphorie liegt auf der Hand.

MÜNCHEN. Mit der neuen Technik integrieren die Halbleiterhersteller mehrere Rechenmaschinen auf einem Prozessor und können ihren Kunden mehr Leistung bei weniger Stromverbrauch und Wärmeentwicklung anbieten. Und das sorgt für zusätzlichen Umsatz.

Derzeit bietet die Chipindustrie noch so genannte Doppelkern-Prozessoren an. Nächstes Jahr sollen schon vier Kerne in einem Prozessor arbeiten. Systeme mit acht Kernen sind bereits in Planung. Mit der neuen Chiptechnik optimieren Halbleiterproduzenten wie AMD und Intel auf elegante Art und Weise die Rechnerleistung. Denn mehrere Prozessoren, die Gehirne der Computer, können auch mehrere Aufgaben gleichzeitig bewältigen.

Abschied vom Geschwindigkeits-Wahn

Bisher setzten die Chiphersteller zur Leistungssteigerung auf eine höhere Verarbeitungsgeschwindigkeit, die so genannte Taktrate, sowie auf mehr Transistoren. Die höhere Taktrate bringt jedoch höhere Temperaturen mit sich - die Prozessoren müssen verbrauchen nicht nur mehr Strom, sie müssen auch aufwendig gekühlt werden. Jetzt soll die Arbeitsteilung auf dem Chip für mehr Leistung sorgen, ohne die Elektronik zu überhitzen.

Die neuen Zweikern-Prozessoren setzen sich rasend schnell durch. Auf der Cebit wird jeder namhafte Computerbauer Rechner mit zwei Gehirnen vorstellen. "Wir erwarten, dass bis Mitte des Jahres die Mehrzahl der ausgelieferten Prozessoren im Segment der leistungsstarken Produkte zwei Kerne haben wird", heißt es bei Weltmarktführer Intel.

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