Messaging-App Allo

Google startet seinen WhatsApp-Rivalen

Nachdem Konkurrenten wie WhatsApp den Messaging-Markt besetzt haben, bläst Google zur Aufholjagd. Helfen soll dabei künstliche Intelligenz in Gestalt eines „Google Assistant“, mit dem man chatten kann.
Der Assistent wird zunächst nur auf Englisch mit den Nutzern kommunizieren, weitere Sprachen sollen demnächst folgen. Quelle: AP
Google Allo

Der Assistent wird zunächst nur auf Englisch mit den Nutzern kommunizieren, weitere Sprachen sollen demnächst folgen.

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Mountain ViewGoogle macht WhatsApp Konkurrenz durch eine App mit eingebautem persönlichem Assistenten. Der am Mittwoch zunächst in den USA gestartete Messenger „Allo“ für das Google-System Android und iOS von Apple enthält den neuen „Google Assistant“.

Nutzer können von ihm per Chat Informationen etwa zu Wetter oder Nachrichten, zu Restaurants oder Reisemöglichkeiten anzeigen lassen oder ihm auch Wissensfragen stellen. Außerdem schlägt „Allo“ auch in Unterhaltungen mit anderen Menschen mögliche passende Antworten mit Hilfe künstlicher Intelligenz vor.

Das sind die neuen Projekte von Google
Google Assistant
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Ein smarter Assistent, mit dem man sich unterhalten kann, soll in der Sicht von Google-Chef Sundar Pichai viel mehr als die klassische Suche bieten. Die Idee ist, dass man jede Frage stellen oder Aufgabe erteilen kann - und mit Hilfe von Spracherkennung und künstlicher Intelligenz kümmert sich Google darum.

Google Home
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Der vernetzte Lautsprecher soll den Sprachassistenten ab Herbst in den Haushalt bringen. Geplant ist eine ganze Plattform mit Schnittstellen für Geräte und Dienste anderer Hersteller. Der Lautsprecher muss immer zuhören, damit er keine Aufträge verpasst.

Android N
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Für die nächste Version des dominierenden Smartphone-Systems wurden einige neue Funktionen vorgestellt wie die Möglichkeit, auch auf einem Telefon zwei Apps nebeneinander laufen zu lassen. Für die Auswahl des endgültigen Namens – Google benennt die Android-Versionen traditionell in alphabetischer Reihenfolge nach Süßigkeiten – wurde eine Umfrage gestartet.

Instant Apps
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Heute muss man warten, bis sich eine App komplett heruntergeladen hat. Die Idee von Instant Apps ist, die Anwendung in kleine Fragmente zu teilen, damit man schon sofort anfangen kann, sie zu nutzen. Dabei werden weitere Teile bei Bedarf nachgeladen.

Daydream
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Google will das Zukunftsfeld virtuelle Realität nicht Vorreitern wie Facebooks Oculus oder Samsung überlassen und startet eine eigene Plattform mit dem Namen „Daydream“ (Tagtraum). Sie soll mit der Zeit auf hunderten Millionen Smartphones verschiedener Hersteller verfügbar sein.

Allo und Duo
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Google will gegen die Übermacht der Facebook-Dienste WhatsApp und Messenger mit einem eigenen Kurzmitteilungs-Service ankämpfen. Allo soll sich auf Googles künstliche Intelligenz stützen und dem Nutzer selbst passende Antworten sowie Restaurants und Kinofilme vorschlagen. Der Inhalt von Bildern wird ausgewertet, um die richtigen Kommentare anzubieten. Die Videochat-App Duo soll gegen viele Rivalen wie Apples Facetime, Skype oder ähnliche Funktionen in den Facebook-Diensten antreten.

Android Wear
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Google aktualisiert das Betriebssystem für Computer-Uhren auf Android-Basis. Unter anderem wird man Text auch eine über kleine Tastatur oder per Schrifterkennen eingeben können. Außerdem können künftig alle Apps mit einzelnen Funktionen direkt ins Zifferblatt integriert werden.

Für Europa sollte der neue Messenger in der Nacht zu Donnerstag verfügbar sein. Der Assistent wird dabei zunächst nur auf Englisch mit den Nutzern kommunizieren, weitere Sprachen sollen demnächst folgen, hieß es.

Der Internet-Konzern hatte die Software im Mai auf der Entwicklerkonferenz Google I/O angekündigt. Aktuell ist Facebook besonders stark bei Kurzmitteilungs-Apps. Der Facebook Messenger und die ebenfalls zum weltgrößten Online-Netzwerk gehörende Anwendung WhatsApp haben jeweils mehr als eine Milliarde Nutzer.

Apple hat die SMS-Alternative iMessage, die allerdings nur auf Geräten des Konzerns verfügbar ist. Für das Google-Betriebssystem Android gab es bislang keine zentrale Messaging-App des Suchmaschinenkonzerns. Google war in dem Bereich zurückgefallen und will jetzt auf Aufholjagd gehen. Vor kurzem startete auch die ebenfalls im Mai angekündigte Videochat-App „Duo“.

Auch Facebook setzt auf Chatbots, öffnete seinen Messenger aber für Assistenten vieler verschiedener Anbieter, von Medien bis Fluggesellschaften oder Banken. Ein Plan ist, den Facebook Messenger auch in der Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden zu etablieren und damit Geld zu verdienen.

  • dpa
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