Messe geht zu Ende
Ifa versetzt Industrie in Hochstimmung

Die Berliner Messehallen sind am Mittwoch letztmalig zur 47. Internationalen Funkausstellung geöffnet. 5 000 Flachbild-Geräte in allen Größen haben die 26 Hallen unter dem Funkturm dominiert. Unterm Strich dürften prall gefüllte Auftragsbücher, ein mit neuester Technik versorgter Handel und viele neugierige Konsumenten bleiben.

HB BERLIN. Von 10 bis 18 Uhr können sich Fachhandel und Privatbesucher am Mittwoch nochmals über das Angebot der 1 212 Aussteller aus 32 Ländern informieren. Kurz vor Ende der sechstägigen Ifa hat der Veranstalter gfu von guten Geschäften berichtet. Trotz anhaltender Preisabschläge von 20 Prozent und mehr in einigen Segmenten kommt die Industrie auf ihre Kosten. Zahlen zum Geschäftsverlauf und zu den Ifa-Besuchern wollen gfu und Messe Berlin am Nachmittag bekannt geben.

In den Berliner Messehallen wurden nach Branchenangaben verstärkt große und damit auch teure TV-Geräte geordert. Die hohen Erwartungen der Industrie seien in allen Bereichen übertroffen worden, heißt es. "Bis zum Ende am Mittwoch dürfte es bei der Ordertätigkeit ein zweistelliges Plus geben", sagte Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsrat des Veranstalters Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu), am Dienstag. 2006 war in den 26 Messehallen Ware für über 2,5 Mrd. Euro bestellt worden.

Die Ifa wurde zum zweiten Mal jährlich ausgerichtet. Nach Angaben des gfu-Aufsichtsratsvorsitzenden Rainer Hecker hat sich der Rhythmus-Wechsel positiv ausgewirkt. Davon zeuge auch, dass es mit 1 212 Ausstellern aus 32 Ländern eine Rekordbeteiligung gibt. Die gfu werde auch am Termin im Spätsommer festhalten. Die Ifa 2008 findet vom 29. August bis 3. September statt.

Die Zauberworte für die Branche heißen weiterhin Fachbildschirme und digitale Technik für die mobile Fernseh- und Kommunikationswelt sowie Navigation. Frank Bolten, Deutschlandchef des japanischen Sharp-Konzerns, sagte, der Handel setze auf noch größere TV- Bildschirme. Gefragt seien Displays mit einer Diagonale von 46 Zoll und darüber. "Die Planungen für Vertragsabschlüsse in diesem Segment sind übertroffen worden." Auch bei Philips brummte das Geschäft. "Wir werden mit Aufträgen in dreistelliger Millionenhöhe aus der Ifa gehen", sagte Pressesprecher Klaus Petri. Moniert wurde dagegen, dass die Fernsehsender im Moment kaum Programme mit hochaufgelösten TV-Bildern ausstrahlen.

Bei Panasonic seien ebenfalls mehr Großformate geordert worden. "Es geht klar in Richtung 42 bis 50 Zoll", sagte Sprecher Peter Weber. Der Konzern habe auf der sechstägigen Messe gute Geschäfte verbucht. Die Planvorgabe von 20 Prozent Plus gegenüber 2005 sei überschritten worden. Bei Loewe sei das Angebot zur Heimvernetzung gefragt, zum Beispiel die neue Fernsehergeneration, die per Kabel, drahtlos oder über Stromnetz mit Computern kommunizieren könne. Die Orderbücher zeigten auch, dass mit größeren Displays auch der Wunsch nach perfektem Ton steigt.

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