Messenger-Programm geplant
Google vor neuem Coup

Google bringt in den kommenden Tagen offenbar ein Messenger-Programm auf den Markt. Der Internet-Suchmaschinenbetreiber würde damit zu einem ernsthaften Konkurrenten für andere Messenger-Anbieter.

HB HAMBURG/LOS ANGELES. Nach Informationen der „Los Angeles Times“ heißt die neue Software "Google Talk" und ermöglicht nicht nur das Versenden von Textnachrichten, sondern auch das Telefonieren über das Internet. Ein Sprecher des führenden Betreibers von Internet-Suchmaschinen bestätigte, dass Google in Kürze ein neues Produkt präsentiert, wollte aber nicht sagen, ob es sich tatsächlich um ein derartiges Programm handelt.

Mit Google Talk würde das Unternehmen den Wettkampf mit Yahoo und Microsoft fortsetzen, die bereits Messenger-Programme anbieten, welche den direkten Online-Austausch von Text- oder Sprachbotschaften ermöglichen. Auch AOL gehörte dann mit seinem AOL Instant Messanger zum Kreis der Konkurrenten. Bereits am Montag hatte Google die neue Version seiner Software Google Desktop vorgestellt, mit der unter anderem der Inhalt der Festplatte durchsucht werden kann.

Anwender haben laut „Los Angeles Times“ beim Google-Messenger die Wahl, ob sie mit anderen Nutzern Textbotschaften austauschen oder sich wie bei einem Telefonat direkt unterhalten. Grundlage des Dienstes werde die Jabber-Technologie sein. „Google Talk“-Nutzer könnten somit Verbindungen mit bereits etablierten Instant-Messaging-Systemen wie denen von Apple oder America Online aufbauen, die ebenfalls auf dem Protokoll basieren. Für die Firma Skype, die Internet-Telefonie auf einer eigenen technischen Grundlage anbietet und damit vor allem in Europa großen Erfolg hat, sei dies eine Hiobsbotschaft, schrieb Branchen-Experte Om Malik auf seiner Website.

Auch andere Konzerne wie Yahoo und Microsoft arbeiten mit Hochdruck daran, ihre Instant-Messaging-Systeme um neue Internet-Telefon-Dienste aufzurüsten. Bereits jetzt nutzen allein in den USA 40 Mill. Kunden den Service von America Online. Yahoo hat 20 Mill. Messenger-Abonnenten, Microsoft rund 14 Millionen. Für Google wäre es ein weiterer Schritt hin zu einem breit aufgestellten Internet- und Medienkonzern.

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