Michael Jackson
Chaos im Internet nach Jacksons Tod

Michael Jackson überall. Die Nachricht vom Tod des "King of Pop" hat im Internet eine Welle der Anteilnahme ausgelöst und zahlreiche Online-Dienste wie Wikipedia und Twitter lahmgelegt, wie das US-Online-Branchenunternehmen Cnet berichtet. Kein Wunder: Als einer der berühmtesten Menschen der Welt reiht sich Jackson in die Riege tragischer Musikgrößen wie Elvis Presley und Freddie Mercury ein.

DÜSSELDORF. Die Hollywood-Klatschseite tmz.com war das erste Opfer der "Jacko"-Mania. Sie setzte am Donnerstag um 14.20 Uhr Ortszeit zuerst und ohne nähere Quellenabgabe die Meldung in die Welt, dass der 50-Jährige an einem Herzinfarkt gestorben sei. Danach brach die Seite unter der Last der Anfragen zusammen.

Die Nachricht breitete sich im Netz wie ein Lauffeuer aus. Laut US-Blog Techcrunch versagte als nächstes das bekannte Klatsch-Blog Perez Hilton. Nachdem die Online-Ausgabe der "Los Angeles Times" geschrieben hatte, dass Jackson noch am Leben sei, verschwand auch sie rund zwei Stunden lang von der Bildfläche - verantwortlich waren knapp 2,3 Mio. Zugriffe pro Stunde.

Der Datenverkehr bei Online-Nachrichtendieste in den USA schnellte um 50 Prozent nach oben, stellte der Dienst Akamai fest. Rund 30 der wichtigsten Seiten waren zeitweise nicht zu erreichen oder reagierten langsamer als üblich, darunter auch die der TV-Sender ABC News und CBS.

Den Mikroblogging-Dienst Twitter brachten die Kommentare und Gerüchte in Form von "Tweets" an den Rand des Absturzes. Twitter-Erfinder Biz Stone schreibt in einer Email an die "Los Angeles Times": "Als die Nachricht herauskam, hatten wir über doppelt so viele Tweets pro Sekunde als normalerweise." Der Begriff "Michael Jackson" kletterte innerhalb von Minuten an die Spitze mit bis zu 5 000 Eintragungen pro Minute. Mehr Tweets zu einem Thema gab es zuletzt bei der Wahl von Barack Obama. Zeitweise deaktivierte Twitter seine Suchfunktion, um online bleiben zu können.

Ethan Zuckerman, ein Mitarbeiter des Berkman Center for Internet and Society in Harvard, schrieb in einem Tweet, dass Jackson auf Twitter ein weitaus größeres Thema sei, als es die Iran-Wahlen und die Schweinegrippe je gewesen sind. Auch Prominente drücken ihre Trauer unter anderem über Twitter aus. Madonna schrieb: "Ich kann nach diesen schlimmen Nachrichten nicht aufhören zu weinen." Steven Spielberg sagte: "Es wird niemanden geben, den man mit Michael Jackson vergleichen kann. Sein Talent und seine Geheimnisse machen ihn zu einer Legende."

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