Microsoft
Ballmers Revolution

Erstmals seit 2002 besuchte Steve Ballmer die Cebit. Doch die Schar an Journalisten ist weniger an Ballmers Visionen, der von ihm prophezeiten fünften Computerrevolution interessiert, vielmehr stehen die geplante Übernahme von Yahoo sowie die Kartellbuße gegen den Softwareriesen im Vordergrund. Die Diskrepanz zwischen Erwartung und Realität.

HANNOVER. "Halt, Ihren Ausweis bitte." Hart aber freundlich kontrolliert der Sicherheits-Mitarbeiter den Zugang. Nur wer eine persönliche Einladung vorweist, wird eingelassen. Drinnen belagern Heerscharen von Fotografen die Bühne. Das Blitzlichtgewitter, es will einfach nicht abreißen. Nur der Mann vorne auf der Bühne behält die Ruhe, spult routiniert und mit durchdringender Stimme seinen Vortrag ab.

Noch bevor die Computermesse Cebit überhaupt eröffnet ist, hat sie ein erstes Megaereignis. Steve Ballmer, der Chef des weltgrößten Softwarekonzerns Microsoft, gibt sich persönlich die Ehre. "Es ist das erste Mal seit 2002, dass ich wieder nach Hannover gereist bin, und ich freue mich hier zu sein", ruft, ja schreit er den 250 Journalisten zu.

Die Diskrepanz zwischen Erwartung und Realität, sie ist spürbar, von der ersten Minute an. Ballmers Besuch in der Stadt am Maschsee fällt in eine Zeit, die spannender kaum sein könnte. Vor wenigen Wochen hat Microsoft sein über 40 Milliarden Dollar schweres Übernahmeangebot für das Internet-Unternehmen Yahoo vorgelegt - und ist damit bislang auf taube Ohren gestoßen. Gleichzeitig hat die EU-Kommission den Softwareriesen in der vergangenen Woche zu einer Rekordbuße von fast 900 Millionen Euro verdonnert, weil dieser bis 2007 zu viel Geld für technische Informationen über seine Programme verlangt hat.

Kein Wunder also, dass die Mehrheit der Journalisten den Weg in den Saal weniger wegen neuer Produkte wie dem Server-Betriebssystem gefunden hat. Doch Ballmer bleibt hart. "Wenn Sie mich fragen, ob ich etwas zu den nächsten Schritten bei Yahoo sagen kann, dann lautet meine Antwort: Nein, Nein, Nein!", poltert er in der für ihn so typisch direkten Art.

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