Microsoft-Grafikprogramm „Paint“ soll als App weiterleben

Es dient zwar nicht zur Schaffung großer Kunstwerke. Das Grafikprogramm „Paint“ gehört dennoch zum Inventar des Betriebssystems Windows. Nostalgiker fürchteten das Ende des Klassikers. Microsoft gibt aber Entwarnung.
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Der IT-Konzern will das beliebte Grafikprogramm „Paint“ als separate App weiterbetreiben. Quelle: dpa
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Der IT-Konzern will das beliebte Grafikprogramm „Paint“ als separate App weiterbetreiben.

(Foto: dpa)

RedmondNach der Welle nostalgischer Liebesbekundungen für das offiziell als veraltet eingestufte Grafikprogramm „Paint“ hat Microsoft klargestellt, dass der Software-Klassiker als separate App weiterleben soll. Der Konzern hatte zuvor „Paint“ auf die Liste veralteter Software bei seinem nächsten Update des Betriebssystems Windows 10 im Herbst gesetzt. In der Microsoft-Sprachregelung bedeutet dies, dass ein Programm nicht mehr aktiv weiterentwickelt wird und in späteren Windows-Versionen weggelassen werden könnte.

Jetzt erklärte Microsoft in der Nacht zum Dienstag in einem Blogeintrag, „Paint“ werde nicht verschwinden, sondern „bald“ als Gratis-Anwendung in den Windows Store kommen. Das mit dem vergangenen Windows-10-Update im Frühjahr veröffentlichte Programm „Paint 3D“ mit Software-Werkzeugen für 3D-Inhalte werde auch in Zukunft weiterentwickelt. Die verschiedenen „Paint“-Varianten waren seit 1985 fester Bestandteil von Windows und daher für viele Nutzer auch die Programme, in denen sie ihre ersten Versuche mit Grafik-Software machten.

Hassobjekt, Marktbeherrscher, Nachahmer
Gründertruppe
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Die Belegschaft von Microsoft im Jahr 1978 mit den beiden Microsoft-Gründern Bill Gates (erste Reihe, links) und Paul Allen (erste Reihe, rechts). Gegründet wurde die Firma am 4. April 1975 in Albuquerque, New Mexico. (Foto: Microsoft/dpa)

Gründer Bill Gates (r.) und Paul Allen
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Im Jahr 1981 posieren Bill Gates (rechts) und Paul Allen.

Bill Gates hat sich mittlerweile auf eine Beraterrolle im Unternehmen zurückgezogen und ist als Philanthrop tätig. Paul Allen hat ebenfalls Milliarden mit Microsoft gemacht, spendet einen Teil seines Vermögens. Er investiert aber auch etwa in Sport-Mannschaften. Ihm gehören die Seattle Seahawks (American Football) und die Portland Trail Blazers (Basketball).

MS DOS
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Die Basis für den Firmenerfolg legten Allen und Gates mit dem Betriebssystem MS-DOS, das Computern Leben einhauchte. Die grafiklose Bedienoberfläche war lange ein Weg, um auch das spätere Betriebssystem Windows aus dem Hause Microsoft zu konfigurieren. In Abwandlungen hat die grafiklose Bedienoberfläche bis heute überlebt.

Windows 1.0
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Die Packung der ersten Version des Betriebssystems Microsoft Windows. Das damals als Erweiterung zu MS-DOS veröffentlichte Programm kam erstmals 1985 auf den Markt. In den Folgejahren sollte Windows das Fundament für ein Milliardenimperium werden. Es war allerdings nicht das erste Betriebssystem mit grafischer Benutzeroberfläche – IBM und Apple hatten bereits vorher die Idee umgesetzt. (Foto: Szilveszter Farkas)

Der junge Bill Gates
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Ein undatiertes Foto zeigt den jungen Bill Gates in seinem Arbeitszimmer. Zum Start von Windows 1.0 gab es weltweit lediglich sechs Millionen Personal Computer. Erst rund fünf Jahre später, im Jahr 1990, gelang dem Software-Entwickler aus Redmond ein durchschlagender Erfolg mit Windows 3.0.

Windows 95
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Bill Gates bei der Präsentation der Version 95 des Betriebssystems im Jahr 1995. Vor allem die dafür entwickelten Büroprogramme wie Word, Excel und Powerpoint helfen Microsoft, den Marktanteil Mitte und Ende der 90er-Jahre auf über 90 Prozent auszubauen.

Apple versus Microsoft
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1998 präsentiert der mittlerweile verstorbene Apple-Chef Steve Jobs „Microsoft Office Macintosh Edition“. Damals hauchte die Microsoft-Software dem darbenden Konkurrenten Apple Leben ein. Doch mittlerweile stellt Apple den Rivalen aus Seattle in vielen Belangen in den Schatten.

  • dpa
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