Microsoft: Kein Grund zur Sorge
Eine „Sasser“-Variante zum Abschied

Trotz Festnahme noch keine endgültige Entwarnung: Der 18-jährige Programmierer des weltweit grassierenden Internet-Wurms "Sasser" hat offenbar eine „Version E" seines Virus ins weltweite Datennetz entlassen.



HB HANNOVER/VERDEN. Nach Angaben des Landeskriminalamtes Niedersachsen (LKA) und der Staatsanwaltschaft Verden arbeitete der Schüler vermutlich bis kurz vor seiner Festnahme an den Programmen. Der Virus bleibe für Computer so lange gefährlich, bis alle Nutzer das Sicherheitsprogramm von Microsoft heruntergeladen haben, betonte der Sprecher des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, Michael Dickopf.

Nach Auskunft von Microsoft sind alle Computer vor „Sasser E“ geschützt, auf die das kostenlose Schutzprogramm von der Homepage des Softwareriesen geladen wurde, oder die einen Firewall-Schutz haben. Microsoft war auf die neue Variante durch betroffene PC-Benutzer und eine Firma, die Virenschutzprogramme anbietet, aufmerksam geworden.

Nach der Festnahme des 18 Jahre alten Programmierers des Internet-Wurms prüfen mehrere Unternehmen Schadenersatz-Klagen. „Wir haben Anfragen aus ganz Deutschland vor allem von kleineren Firmen und Privatleuten“, sagte der Leiter der Staatsanwaltschaft Verden, Helmut Trentmann, am Montag.

Der "Sasser"-Virus hatte in der vergangenen Woche weltweit Millionen Computer infiziert und erhebliche Schäden angerichtet. Der 18-Jährige aus dem kleinen Dorf Waffensen bei Bremen gestand die Virus- Verbreitung. Die Polizei setzte die Auswertung des Rechners des jungen Mannes fort. Ermittler hatten am vergangenen Freitag das Elternhaus des 18 Jahre alten Berufsschülers durchsucht und Beweismaterial, darunter einen PC und mehrere CDs, beschlagnahmt. Nach seiner Festnahme wurde der 18-Jährige wieder auf freien Fuß gesetzt.

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