Microsoft-Prozess eingestellt: Russischer Dorflehrer im Glück

Microsoft-Prozess eingestellt
Russischer Dorflehrer im Glück

Die Nutzung illegaler Versionen von Microsoft-Softwareanwendungen hat einem russischen Dorflehrer jede Menge Trubel beschert. Juristische Konsequenzen bekommt er aber nicht zu spüren. Ein Verfahren gegen ihn wurde wegen „Geringfügigkeit“ am Donnerstag verworfen, meldete die Nachrichtenagentur Interfax.

HB MOSKAU. Der Schulleiter Alexander Ponossow aus einem abgelegenen Dorf im Ural ist seit Beginn des Prozesses zu einem Nationalhelden geworden. Selbst Präsident Wladimir Putin und der ehemalige sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow setzten sich für ihn ein.

Gorbatschow hatte in einem Brief Anfang Februar an Microsoft-Gründer Bill Gates um Gnade für den Lehrer gebeten, dem im Falle einer Verurteilung bis zu fünf Jahre Gefängnis gedroht hätten. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, Microsofts Rechte am geistigen Eigentum verletzt zu haben, da er nicht lizenzierte Programme auf den Computern der Schule installiert habe. Im Rahmen seiner Bemühungen, der Welthandelsorganisation beizutreten, hat Russland eine groß angelegte Kampagne gegen Software-Piraterie gestartet.

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