Microsoft-Spielkonsole
Xbox-Käufer stürmen die Geschäfte

Der Europa-Verkaufsstart der neuen Spielkonsole Xbox von Microsoft hat am Freitag zu einem Ansturm auf die Geschäfte geführt.

dpa MÜNCHEN. In Stuttgart seien mehr als 100 Kunden um Mitternacht in einen Media Markt gekommen, um sich bei der Sonder-Verkaufsaktion als erste eine der Konsolen zu sichern, sagte ein Microsoft-Sprecher. In Wiesbaden drängten sich einige Kunden unter Absperrungen hindurch und standen schon vor der Geschäftsöffnung Schlange. Auch in anderen Elektromärkten sei das High-Tech-Spielzeug innerhalb kürzester Zeit ausverkauft gewesen, sagte der Sprecher. In den USA hatte Microsoft die neue Xbox 360 bereits Ende November eingeführt.

Auch in England raubte der Europa-Marktstart vielen Fans den Schlaf. Hunderte standen schon nachts in London Schlange. Der schnelle Ausverkauf der ersten Charge war für Microsoft nicht überraschend. „Im eigenen wie auch im Interesse der beteiligten Handelspartner und der Kunden tun wir alles, um eine mögliche angespannte Liefersituation zu entschärfen“, sagte Marketingchef Jens Hoffmann. In den nächsten Wochen werde es regelmäßig Nachschub geben.

Mit der neuen Spielkonsole nimmt Microsoft vor allem Marktführer Sony ins Visier, der die erste Playstation 1994 auf den Markt gebracht hatte. Die Playstation zwei folgte im Jahr 2000. Vor rund vier Jahren drang dann Microsoft erstmals mit einer eigenen Konsole in den lukrativen Spielemarkt vor. Mit der Xbox 360 kommt der Konzern den Konkurrenten nun zuvor. Marktführer Sony mit seiner Playstation drei und Nintendo mit „Revolution“ folgen erst im kommenden Jahr.

Das Geld verdient Microsoft mit den Spielen für die Konsole. „Das ist in der Branche ein offenes Geheimnis“, sagte der Sprecher. Für die Xbox selbst zahlt der Konzern nach Berechnungen des Analysedienstes isupply kräftig drauf: Pro verkaufter Xbox mache Microsoft einen Verlust von 126 Dollar.

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