Microsoft
Windows 7 steht in den Startlöchern

Das neue Betriebssystem Windows 7 lässt den Vorgänger Vista alt aussehen. Ab 22. Oktober soll Microsofts Hoffnungsträger im Handel erhältlich sein. Experten sind sich uneinig über den Erfolg: Zwar läuft auf rund 90 Prozent aller PCs weltweit ein Betriebssystem von Microsoft. Doch die Bereitschaft der Anwender zum Wechsel wächst.

DÜSSELDORF/MÜNCHEN. Der Start des neuen Betriebssystems Windows 7 von Microsoft scheint diesmal unter einem besseren Stern. zu stehen. Anders als beim Vorgänger Windows Vista würden auch Unternehmenskunden die neue Software schnell einsetzen, sagt Johannes Michel, Technologieberater beim IT-Dienstleister Accenture. Da viele Firmen die letzte Version des Programms übersprungen hätten, sei der Nachholbedarf jetzt groß.

Was für viele Unternehmen wichtig ist: Windows 7 vereinfacht die Betriebsführung und erhöht die Sicherheit von mobilen Geräten wie Smartphones oder Notebooks. Vor allem Firmen, die auf Standardsoftware setzen, werden laut Accenture-Experte Michel deshalb bald auf das neue PC-Betriebssystem wechseln. "Versicherungen und Banken, die noch einen großen Anteil an selbst entwickelten Programmen einsetzen, tun sich da schwerer", sagt Michel.

In der vergangenen Woche hat Microsoft angekündigt, dass Windows 7 ab dem 22. Oktober im Handel sein wird. Ursprünglich sollte Windows 7 erst Anfang 2010 auf den Markt kommen, zuletzt hatte das Unternehmen zugesichert, dass das Betriebssystem noch rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft verfügbar sein werde.

Nicht alle Experten sehen den Verkaufsstart aber so optimistisch wie Michel. "Die Unternehmen haben keinen Druck, ihr Betriebssystem umzustellen", sagt IDC-Analyst Rüdiger Spies. "Einen großen Run auf Windows 7 wird es nicht geben." Auch die Computerhersteller sind eher zurückhaltend. Die neue Software könne allenfalls ein Verkaufsargument unter vielen sein, heißt es beim Taiwaner PC-Produzenten Acer.

Microsoft hingegen hat gute Gründe, die Software möglichst früh auf den Markt zu bringen. Denn so können die Amerikaner das wichtige Weihnachtsgeschäft voll mitnehmen. Mit Windows erwirtschaftete der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr rund ein Drittel seines gesamten Umsatzes von 60 Mrd. Dollar. Das Programm des Softwaregiganten läuft auf rund 90 Prozent aller PCs weltweit. Doch die Konkurrenz für Windows nimmt zu und immer mehr Nutzer sind bereit, zu wechseln. "Vor allem Jugendliche stehen Microsoft extrem kritisch gegenüber", sagt IDC-Analyst Spies, "die Marke ist für sie nicht mehr cool."

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