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Microsoft wollte Open-Source-Sprecher einstellen

Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft hat einem der wichtigsten Sprecher der freien Software-Bewegung, Eric S. Raymond, eine Stelle angeboten.

dpa HAMBURG. „Ich würde gerne mit Ihnen im Detail über eine Karriere bei Microsoft, Ihre Erfahrungen, Hintergründe und Qualifikationen sprechen“, heißt es in einer E-Mail eines Mitarbeiters der Microsoft-Personalabteilung an Raymond, die der Befürworter der Open-Source-Bewegung auf seiner Website veröffentlichte. Raymond wies die Offerte energisch zurück.

Der Buchautor und Programmierer Raymond ist neben dem Linux- Erfinder Linus Torvalds und dem Programmierer Richard Stallman eine der wichtigsten Figuren der Open-Source-Szene. Raymond hatte im Oktober 1998 die so genannten Halloween-Papiere von Microsoft veröffentlicht. In diesen internen Schreiben diskutierten führende Mitarbeiter des Softwarekonzerns, wie man den Vormarsch der Open-Source-Software und des Betriebssystems Linux stoppen kann. Durch die Veröffentlichung der vertraulichen Papiere wurde der Wettstreit zwischen den Windows und Linux weiter angeheizt.

Die Antwort von Raymond an die Personalabteilung von Microsoft fiel harsch aus: „An dem Tag, an dem ich für Microsoft arbeite, wird man quiekende Geräusche vom Himmel hören. Der Mond wird sich nicht nur blau färben, sondern auch noch Pünktchen bekommen. Und die Hölle wird so fest einfrieren, dass der Schwefel supraleitfähig wird.“

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