Ministerium prüft Genehmigung
Ministerium: Handy-Betrieb in Flugzeugen nur mit Minibasisstation

Telefonieren mit Handys wird möglicherweise bald in Flugzeugen erlaubt sein. Derzeit werde auf der Fachebene im Bundesverkehrministerium eine entsprechende Änderung der „Luftfahrt- Elektronik-Verordnung“ geprüft, erklärte eine Sprecherin in Berlin mit Blick auf einen Bericht des „Focus“.

dpa BERLIN. Das Telefonieren mit dem Handy auf der Flugreise wird voraussichtlich auch künftig in vielen Flugzeugen nicht möglich sein. „Der Betrieb von Mobiltelefonen bleibt weiterhin grundsätzlich verboten“, sagte eine Sprecherin des Bundesverkehrsministeriums am Montag auf Anfrage.

Ausnahmen seien nur denkbar, wenn die Kabinen mit einer Minibasisstation ausgestattet seien. Dafür bedürfe es zuvor einer Musterzulassung durch das Luftfahrt-Bundesamt (LBA). Fachleute rechnen damit, dass solche Stationen vor allem in neue und moderne Flugzeuge eingebaut werden, nicht aber in alte Reisechartermaschinen.

Dazu müsste die Luftfahrzeug-Elektronik-Betriebs-Verordnung (Luftebv) geändert werden, sagte die Sprecherin. „Sicherheit hat immer Vorrang.“ Ein Zeitpunkt sei noch ungewiss. LBA-Untersuchungen dazu würden jetzt im Ministerium bewertet. Es erwägt nach Angaben aus Regierungskreisen ferner, auch den Betrieb anderer Geräte mit geringen Sendeleistungen - wie drahtlose Hörgeräte oder Notebooks mit kabellosen Internet-Verbindungen - an Bord von Flugzeugen zu erlauben, ausgenommen während des Starts und der Landung. Bisher ist nur der Gebrauch elektronischer Geräte ohne Sendevorgänge wie CD- Player oder Laptop (Spiel- oder reiner Schreibbetrieb) möglich.

Das Nachrichtenmagazin „Focus“ hatte berichtet, das Telefonieren mit eigenem Handy werde von nächstem Jahr an erlaubt. Flugzeugbauer Airbus wolle von 2006 an seine Kurz- und Mittelstrecken-Maschinen des Typs A320 serienmäßig mit Mobilfunktechnik ausstatten. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) habe in zahlreichen Tests bewiesen, dass funkende Handys die Bordelektronik nicht stören, hieß es in dem Bericht.

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