Missbrauch droht
Keine Sicherheit bei USB-Sticks

Firmendaten werden derzeit nur selten verschlüsselt auf USB-Sticks abgelegt. Das stellt ein großes Risiko dar, denn geht der kleine Speicher verloren, jubeln die Datenspione.

hiz DÜSSELDORF. Lediglich 32 Prozent der Unternehmen verschlüsseln sensible Informationen auf USB-Sticks, das hat eine Umfrage der Sicherheitsspezialisten von Pointsec ergeben. Damit ist einem möglichen Missbrauch der Daten bei Verlust der mobilen Speichermedien Tür und Tor geöffnet.

Die Befragung von 130 IT-Fachkräften in deutschen Unternehmen zeigte einen eklatanten Unterschied zwischen Wahrnehmung und Problemlösung. Von den Befragten nutzen 69 Prozent beruflich USB-Datenspeicher. Von den Anwendern sind sich 92 Prozent der potenziellen Gefahren bewusst, aber nicht einmal bei einem Drittel sind die Daten auf den USB-Sticks auch verschlüsselt. Ein explizites Sicherheitskonzept, das mobile Datenspeicher mit berücksichtigt, existiert nur in 31 Prozent der befragten Unternehmen.

Zu vergleichbaren Ergebnissen kam im Sommer dieses Jahres eine in Großbritannien durchgeführte Umfrage. Dort gaben 90 Prozent der befragten USB-Stick-Nutzer an, sich der Gefahren der mobilen Speichermedien bewusst zu sein, aber nur in 31 Prozent der Fälle waren die Daten verschlüsselt.

Dabei liegt die Gefahr auf der Hand. Nach Schätzung von Wilhelm Apih, General Manager des Herstellers PNY Technologies, gehen 10 Prozent der miniaturisierten Speicher verloren. In solchen Fällen kann dem betroffenen Unternehmen ein immenser Schaden entstehen. Sensible Informationen können in die falschen Hände geraten. Vor diesem Hintergrund ist es umso unverständlicher, wie nachlässig Unternehmen mit kompakten und handlichen mobilen Datenträgern umgehen.

"Augen zu und durch ist keine Lösung, wenn es um die Datensicherheit im Unternehmen geht. Das kann sich sehr schnell rächen", erklärt Jürgen Borchert, Geschäftsführer von Pointsec in Düsseldorf. "Wer auf der einen Seite erhebliche Investitionen in die interne IT-Sicherheit getätigt hat, darf auf dem anderen Auge nicht blind sein und die mobilen Speichermedien sträflich vernachlässigen."

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