Mit drei Minuten Werbung ist man dabei
Gratis-PC durch Werbung

Metronomy bietet in Großbritannien einen zunächst kostenlosen Rechner an. Man muss nur bereit sein, pro Stunde drei Minuten Werbeeinblendungen auf dem Bildschirm zu erdulden.

hiz DÜSSELDORF. Die Firma Metronomy bietet in Großbritannien einen zunächst kostenlosen Rechner an. Als Gegenleistung muss sich der Anwender aber gefallen lassen, dass mitten in der Arbeit sein Bildschirm mit Werbung zugepflastert wird. Für drei Minuten pro Stunde ist der Käufer nicht mehr Herr des PC.

Das Verfahren klingt einfach und verlockend. Online meldet sich der Interessent an, ab Februar/März kann der PC dann in einem Depot abgeholt werden. Nach dem Ausfüllen eines Fragebogens und der Aktivierung des Gerätes ist der PC startbereit, wenn nicht grade Zeit für die Werbung ist.

Metronomy bietet IBM-Rechner der mittleren Leistungsklasse mit einem kleinen 15 Zoll Bildschirm. Die Nutzungsbedingen sehen vor, dass der PC pro Monat mindestens 30 Stunden aktiv sein muss. Zudem wird dem Anwender jeden Monat eine CD zugeschickt, die aufgespielt werden muss. Sie verlängert die Aktivierung und liefert in dem Zug auch neue Werbung. Versäumt man diesen Schritt, wird der Rechner funktionsunfähig. Über einen Onlinezugang, den der Verleiher vorschreibt, kann Metronomy zudem prüfen, ob das Gerät manipuliert oder die Werbung nicht eingeblendet wurde. Die Verträge laufen über 36 Monate. Danach gibt es einen neuen Rechner. Ist man die Werbung nach der Vertrags-Laufzeit hingegen leid, geht die Maschine wieder an Metronomy zurück.

Ganz neu ist die Idee nicht. Ähnliche Versuche schlugen vor einigen Jahren in den Vereinigten Staaten fehl, weil die Einnahem aus der Werbung die Kosten für die Rechner nicht deckten. Die Frage ist, ob die potentiellen Kunden für diesen Dienst mit der Zielgruppe der Werbetreibenden deckungsgleich sind. Die gut verdienenden kaufkräftigen Familien werden wohl eher einen Rechner neuster Bauart käuflich erwerben, bevor sie sich von zusätzlicher Werbung berieseln lassen. Bleibt auch die Frage, wann die ersten Freaks die Maschinen geknackt haben und nur zur monatlichen Überprüfung via Internet die Werbefunktionen wieder aktivieren.

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