Mit psychologischer Beratung
Injektion hilft bei Alkoholismus

Der Einsatz des Medikamentes Naltrexone kann Alkoholkranken dabei helfen, mit dem Trinken aufzuhören. Eine monatliche Injektion des Präparates in Kombination mit psychologischer Beratung ist wirksam gegen starken Alkoholmissbrauch.

DÜSSELDORF. Das hat ein Team von US-Wissenschaftlern jetzt durch Tests mit 627 Teilnehmern nachgewiesen. Es wird angenommen, dass Naltrexone die angenehmen Wirkungen des Alkoholkonsums durch die Blockierung der Euphorierezeptoren im Gehirn verringern. Das Forscherteam unter der Leitung von Helen Pettinati von der University of Pennsylvania School of Medicine ist nach den Tests davon überzeugt, dass die Erfolgsaussichten bei der Therapie von Alkoholkranken durch die Injektion verbessert werden und die tägliche Einnahme von Tabletten überflüssig gemacht werden könne.

Bisher ist die Injektion von Naltrexone in den meisten Ländern nicht zur Behandlung von Alkoholismus vorgesehen. Zugelassen ist das Medikament bislang für die Behandlung der Abhängigkeit von Opiaten wie Heroin. Naltrexone blockiert die Wirkung der Opiate direkt. Derzeit steht das Mittel, wie die bereits verfügbaren Medikamente zur Behandlung von Alkoholabhängigkeit, als Tablette oder Implantat zur Verfügung. Als Tablette wird Naltrexone auch bereits von einigen Kliniken in der Bekämpfung von Alkoholismus eingesetzt. Die Verabreichung als Tablette oder als Implantat hat jedoch nach Ansicht von Experten Nachteile: Die Einnahme der Tablette wird leicht vergessen und die Implantate müssen unter der Haut getragen werden. Laut Pettinati wurden die Injektionen von den Teilnehmern gut vertragen und verursachten nur sehr geringe Nebenwirkungen.

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