Mobile Computer
Renaissance der Tablet-PCs

Bei Privatkunden konnten Tablet-PCs bisher nicht punkten. Dafür setzen sich die mobilen Computer nun in Nischenmärkten durch: Immer mehr Krankenhäuser und Versandhändler nutzen die handlichen Notebooks – Dank Windows Vista.

HAMBURG. Wenn es nach den Analysten von Gartner oder IDC gegangen wäre, gäbe es heute nicht die vielen Multimedia-PCs in den Wohnzimmern, sondern es hätten sich kleine Din-4-große Handcomputer durchgesetzt, für das Surfen im Internet und für die Steuerung der Musik- und Videoanlage. Doch es ist anders gekommen. Tablet-PCs werden heute kaum genutzt, um bequem auf dem Sofa Mails zu lesen. Die mobilen Computer, die auf den ersten Blick aussehen wie ein Flachbildschirm, die keine Tastatur besitzen und per Stift bedient werden, setzen sich dafür – Dank Windows Vista – in Nischenmärkten durch: im Gesundheitsbereich und in der Logistik.

Die Zahl der Tablet-PCs, die in Unternehmen eingesetzt werden, wächst seit drei Jahren beständig. Die Technologie zur Handschriftenerkennung wurde in den letzten Jahren so weit verbessert, dass sie industrietauglich ist. „Die Qualität der Lösungen, die es heute gibt, ist sehr gut“, sagt Alexander Brand, Produktmanager Mittelstand beim Computerhesteller Hewlett Packard.

Die Hersteller haben die Leistungen der Akkus und die Leuchtkraft der Displays optimiert und es geschafft, das Gewicht der Rechner zu reduzieren. Vor allem Krankenhäuser entscheiden sich für die mobilen Geräte. Den Marktforschern von ABIresearch zufolge wächst die Zahl der Tablets im Gesundheitsbereich weltweit im Jahr um mehr als 30 Prozent. Der Vorteil hier: Mit der mobilen Eingabehilfe hat der Arzt die elektronischen Krankenakten seiner Patienten immer dabei und kann direkt die Ergebnisse seiner Untersuchung notieren.

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Doch nicht alle Geräte sind gleich geeignet. „Wir haben erst mit Laptops angefangen und später klassische Tablet-PCs eingesetzt. Es hat sich aber gezeigt, dass unsere Mediziner spezifische Anforderungen haben, die diese Geräte nicht erfüllen konnten“, sagt Uwe Pöttgen, der Chief Information Officer der Asklepios-Gruppe. Die Geräte, die heute im Future Hospital der Krankenhauskette Asklepios in Barmbek zum Einsatz kommen sind Spezialanfertigungen.

Der sogenannte Mobile Clinical Assistent (MCA) von Motion Computer und Chiphersteller Intel wurde in enger Abstimmung mit Krankenhäusern entwickelt. Von herkömmlichen Tablets unterscheidet den MCA zum Beispiel das Display, das auch mit Schmutz und Desinfektionsmittel klarkommt. Bei der Erfassung und Übertragung von Patientendaten oder der Dokumentation bei der Medikamentenvergabe helfen Barcode- und RFID-Scanner.

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