Mobile E-Mail
Blackberrys Bastelstunde

Die Cebit hat ihren Trend: Mobile E-Mail. Haufenweise Geräte, Tarife und Programme versuchen, die elektronische Post auch unterwegs zum Nutzer zu bringen. Der Urvater Blackberry bietet jetzt eine Komplettlösung an, mit der gleich mehrere moblie Geräte und Heimcomputer vernetzt werden können.

DÜSSELDORF. Mobile E-Mail ist der Trend. Rund um die Cebit präsentieren zahlreiche Anbieter neue Lösungen auch für Kleinbetriebe und Familien. Wer dann noch den günstigsten Tarif findet, ist immer auf dem Laufenden und spart eine Menge Geld. Zwischen fünf und 100 Euro Kosten im Monat bei praktisch vergleichbaren Leistungen ist alles drin.

Das web-basierte Momail.de wird Privatanwender interessieren. Momail sammelt E-Mails aus beliebigen E-Mailkonten wie Web.de, Yahoo oder Google-Mail ein und wandelt sie auf dem Netzrechner passgenau für hunderte verschiedene Telefonmodelle um. Fotos werden auf einen Bruchteil ihrer Ausgangsgröße eingedampft, bevor sie an das Handy gehen. Das verringert den Datentransfer um bis zu 80 Prozent, ermöglicht den Abschluss günstiger Datentarife, und beschleunigt den Download bei billigen, aber langsamen GPRS-Verbindungen. Im Handelsblatt-Test funktionierte die Installation (www.momail.de) per Konfigurations-SMS auf einem Motorola Z8 und einem Nokia N95 auf Anhieb. Ein HTC Touch (Windows Mobile) zeigte sich dagegen widerspenstig und verlangte nach manueller Feinarbeit.

Privatkunden mit gelegentlicher Datennutzung im Inland sollten passend zu Diensten wie Momail einen Provider aus dem E-Netz buchen, rät Thomas Schlenkhoff von der Tarifberatung Telfish. Er hält derzeit E-Plus mit Simyo (24 Cent pro Megabyte und Abrechnung alle 10 Kilobyte) für eines der fairsten Angebote. BildMobil habe zwar über das D-Netz eine bessere Netzabdeckung und sei mit 35 Cent pro Megabyte ebenfalls recht günstig, allerdings gebe es Probleme mit dem Datentransfer. Zudem ärgert Schlenkhoff die Blockierung verschiedener E-Maildienste, um das eigene Geschäft anzukurbeln.

Genaues Studium der Tarife lohnt sich immer, weiß Schlenkhoff: Der günstigste Anbieter nimmt für 5 Megabyte Datentransfer monatlich keine fünf Euro - ein exotischer Ausreißer bis zu 100 Euro. Ein anderes Kriterium ist der Umgang mit der E-Mail. Während Momail eine Antwort auf eine Yahoo-E-Mail automatisch mit der gewohnten Absenderkennung Yahoo zurückgeschickt, beantworten andere Provider wie Vodafone eingesammelte E-Mails in ihren Billig-Tarifen nur mit der Absender-Kennung des eigenen E-Mail-Kontos. Nachteil: Der Empfänger könnte durch die geänderte Adresse verwirrt werden.

Interessant für Kleinunternehmer oder Freiberufler mit bestehender IT-Infrastruktur auf Basis von Microsoft-Exchange-Server ist der am Dienstag vorgestellte Microsoft-Tarif "E-Mail Connect für Windows Mobile". Er ermöglicht die mobile Synchronisierung von Outlook, unlimitiertes Surfen im Web und echte Push-E-Mail ab 8,50 Euro netto (10,21 Euro inkl. Mwst.) bei 30 MB Inklusivvolumen im Monat.

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