Mobile Geräte
Was kommt nach der App?

Mit dem iPhone hat Apple 2007 nicht nur die Welt der Handys revolutioniert, sondern auch die App erfunden. Nun will der Konzern das Konzept der Mini-Programme auch auf die PC-Plattform Macintosh ausweiten. Doch für manche sind die Apps nur ein Übergangsphänomen, denn sie schränken Programmierer wie Anwender gleichermaßen ein.
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DÜSSELDORF. Die Apps treiben die mobile Computernutzung voran. Bis 2014 rechnet die Unternehmensberatung Booz & Company in einer Studie damit, dass sich der Umsatz mit den kleinen Applikationen für Smartphones und Tablet-PCs von heute 14,3 Milliarden Dollar auf über 40 Milliarden Dollar fast verdreifacht.

Im Rennen der Apps hat Apple mit iPhone und iPad bisher die Nase vorn. Googles Android-Plattform holt aber auf und für die Zukunft geben Umfragen unter Programmierern der Google-Plattform sogar bessere Chancen.

Die Vorzüge der Mini-Programme: Die Apps sind exakt für die mobilen Geräte abgestimmt und nutzen deren Fähigkeiten wie Multi-Touch-Steuerung. Für Apples Mobilgeräte gilt das noch mehr als für die Android-Welt: Es gibt eine von Apple produzierte Hardware und einen Store, bei dem Apple auch noch den Finger darauf hat, welche Programmiersprache benutzt wird.

Programmierer von Anwendungen stellt das vor ein Problem: Wer alle Smartphone-Nutzer erreichen will, muss eigene Apps für iPhone, Blackberry, Nokia, Windows-Phone-7-Geräte und Android-Smartphones entwickeln. Auch der Anwender selbst leidet unter der Fragmentierung: einmal im iTunes Store erworbene Apps binden ihn an das iPhone. Will er später auf ein anderes Mobilgerät umsteigen, muss er die Applikation mit entsprechender Funktionalität neu kaufen. Außerdem kann er die iPhone oder iPad-App immer nur auf seinem Mobilgerät nutzen – nicht einmal auf Apples Macintosh-Rechnern laufen die Apps.

Für viele ist das Konzept daher nur eine Zwischenschritt auf dem Weg zur nächsten Generation von Programmen: die Browserapplikation. Schon heute gibt es leistungsfähige Anwendungen wie Googles Online-Office-Paket Text & Tabellen, die komplett im Browser laufen. Der Vorteil für die Anwender: Die Programme lassen sich von jedem beliebigen Gerät aus Nutzen, Daten sind überall verfügbar, weil sie nicht lokal sondern im Netz gespeichert werden.

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