Mobile Multimedia-Maschinen
Kameras und Musikplayer zum telefonieren

Die Mehrzahl der im März auf der Cebit vorgestellten neuen Handys sind mobile Multimedia-Maschinen. Eine Kamera und ein MP3-Player sind fast immer an Bord. Auch die ersten TV-Handys waren bereits zu sehen.

MÜNCHEN. In Hannover übertrafen sich namhafte Handy-Hersteller wie BenQ-Siemens, Nokia, Samsung oder Sony-Ericsson gegenseitig bei der Ankündigung neuer Multimedia-Handys - mit denen man natürlich auch noch einfach telefonieren kann. In erster Linie sind diese Geräte jedoch auf zusätzlichen Nutzen wie schnelle Musik- und Filmdownloads sowie Videotelefonie per UMTS ausgelegt. Die meisten Modelle sollen im zweiten Quartal im Fachhandel angeboten werden.

Nach Beobachtung von Branchenkennern haben die bekannten Anbieter der Mobilfunk-Branche allen Grund, dieses Feuerwerk von technischen Neuerungen zu zünden. Der Markt ist hierzulande gesättigt. Nun müssen Kunden, die heute schon zwei oder mehr Handys zu Hause haben, dazu gebracht werden, neue "Supermodelle" zu kaufen. Nach einer Studie des US-amerikanischen Marktforschers iSuppli drohen der Branche nach einem Rekordumsatz 2005 im laufenden Jahr nun Einbußen von rund fünf Prozent. Handy-Hersteller Nokia rechnet dagegen allerdings mit einem weltweiten Absatzplus von 15 Prozent in der Branche. Jedoch ist der Zuwachs eher in den Regionen China, Afrika und Südamerika zu erwarten, wo günstige Handys gefragt sind.

Die überwiegende Mehrheit der neuen Mobilfunktelefone arbeitet in drei Frequenzbereichen. Im Fachjargon wird das Triband genannt. Das bedeutet, dass das Mobiltelefon sowohl in den deutschen D- und E-Netzen (GSM 900, GSM 1800) wie auch in den GSM-1900-Mobilfunknetzen (z.B. in den USA) eingesetzt werden kann. Einige Telefone werden zudem als Quadband-Geräte angeboten. Diese können auch im Bereich der 850-MHz-Netze arbeiten, die in den USA häufiger genutzt werden.

Zusätzlich kann eine große Zahl der neuen Handys in UMTS-Netzen - die Abkürzung steht für Universal Mobile Telecommunications System - funken. Damit könnte im sechsten Jahr nach der Versteigerung der UMTS-Frequenzen der Mobilfunk der dritten Generation in Deutschland endlich den Durchbruch schaffen.

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