Mobile Rechner
Intel setzt auf Flash

Intel will mit neuen Speicherbausteinen und verbesserter Technologie die Leistung von Notebooks beschleunigen und den Energiehunger der Rechner drosseln.
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dpa-afx HANNOVER. Die neue Chip-Plattform unter dem Namen "Intel Turbo Memory" nutze dabei für einzelne Arbeitsschritte statt der herkömmlicher Festplatte so genannte Flash- Speicherbausteine, sagte Intels Europachef Christian Morales am Donnerstag auf der Cebit in Hannover. So ließen sich etwa im Standby- Betrieb bestimmte Einstellungen oder Programme auf dem Flash-Speicher ablegen und in nur wenigen Sekunden wieder abrufen, hieß es. Einen ersten Prototyp zeigte das Unternehmen mit einem Notebook von Asus, weitere Modelle anderer Hersteller seien in Vorbereitung.

Bislang kommen solche Flash-Speicher vor allem in kleinen MP3- Playern oder Organizern zum Einsatz. In Notebooks könnten sie dazu beitragen, dass die mobilen Rechner künftig deutlich schneller starten und dabei trotzdem weniger Energie verbrauchen. In der Chipbranche sei der Energieverbrauch derzeit das alles bestimmende Thema, sage Intel-Sprecher Hans-Jürgen Werner. Gerade bei neuen mobilen Anwendungen für unterwegs in Notebooks oder Autos sei der Stromverbrauch der entscheidende Faktor. Erst kürzlich kursierten erneut Gerüchte, dass neben Samsung auch der Computerhersteller Apple ein Notebook in Vorbereitung hat, das sogar ausschließlich die schlanken, schnellen Nand-Flash-Speicher nutzt, die allerdings noch deutlich teurer sind als vergleichbare Festplatten.

Intels "Turbo Memory"-Technologie, bislang unter dem Codenamen Robson bekannt, besteht aus den Flash-Speichern sowie zusätzlicher Treibersoftware und einer beschleunigten Anbindung an drahtlose Netzwerke über den künftigen schnellen Wlan-Standard (802.11n). Die Plattform soll auch für Microsofts neues Betriebssystem Vista optimiert sein. Mobile Geräte sollen damit auch große Datenmengen deutlich schneller speichern und abrufen können. Auf diese Weise sollen die berüchtigten "Flaschenhälse", die bei der Arbeit mit mehreren Programmen gleichzeitig entstehen, vermieden werden, sagte Werner. Da die auf Flash gespeicherten Daten schneller und ohne Zugriff auf die eigentliche Festplatte abrufbar sind, soll sich auch die Akkulaufzeit der Notebooks verlängern.

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