Mobiles Lernen hat Potenzial
Das Handy als Lehrmeister

Die rasante technische Entwicklung im Mobilfunk und die starke Verbreitung von Endgeräten sind die Basis für mobiles Lernen und treiben diese Methode im Bildungssektor voran.

DÜSSELDORF. Auf der 14. Learntec - Europäischer Kongress und Fachmesse für Bildungs- und Informationstechnologie vom 14. bis zum 16.02.2006 in Karlsruhe - hat Mobile Learning nicht nur einen eigenständigen Schwerpunkt. Die Organisatoren haben auch eine Mobile Learning Arena (www.mobilelearningarena.de) eingerichtet. Dort können Anbieter ihre Ideen, Produkte und Dienstleistungen zum mobilen Lernen vorstellen. Zudem sind neben ersten deutschen Publikationen zu diesem Thema die Gründung von Interessengruppen, zum Beispiel die Mobile Learning Special Interest Group (SIG) im Rahmen von Leonardo (europa.eu.int) und der Fachausschuss "Mobile Learning" des Deutschen Netzwerkes der E Akteure e.V. -Learning (www.d-elan.de), in jüngster Zeit zu verzeichnen.

Vor diesem Hintergrund sollte eine Expertenbefragung mehr über die Einschätzung des technologischen und wirtschaftlichen Potenzials von Technologien aus dem Mobilfunk im Rahmen der Aus- und Weiterbildung in Erfahrung bringen. Mobile Learning ist hierbei nicht (ausschließlich) als die Übertragung von Electronic Learning auf mobile Endgeräte zu verstehen. Vielmehr bieten Mobiltelefone neuartige Funktionalitäten, beispielsweise Location Based Services, die mit Hilfe der Lokalisierung des Nutzers ortsspezifische Dienste ermöglichen. Damit eröffnet sich ein Spektrum neuer Lernszenarien, das noch zu erforschen ist.

Mehr Investitionen

Die Forscher führten die Untersuchung in Deutschland, Österreich und der Schweiz durch und wählten Mitarbeiter aus, die an der Konzeption, Produktion und/oder Einführung von computergestützten Lernangeboten beteiligt sind. Von den 1012 kontaktierten Experten haben - letztlich auswertbar - 168 (aus 137 Unternehmen) an der Onlinebefragung teilgenommen. Die Unternehmen kommen zu rund 84 Prozent aus Deutschland. Davon sind rund 43 Prozent regional beziehungsweise national, aber auch jeweils rund ein Viertel europaweit oder weltweit tätig. Über drei Viertel der mitwirkenden Unternehmen haben internetbasierte Lehrangebote, rund 40 Prozent bieten Lernmodule auf CD oder DVD an. Die Größe der Unternehmen ist unterschiedlich und reicht von weniger als eine Million bis zu 50 Millionen Euro Umsatz. Gut 60 Prozent geben an, dass sie zukünftig in gleicher Höhe oder sogar noch stärker in Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet des Mobile Learning investieren wollen.

Es stellt sich die Frage, ob es sich hier um eine Entwicklung handelt, die zu einem wichtigen Bestandteil des lebenslangen Lernens führt, oder ob hier technologiegetriebene Experten versuchen, ein neues Lernfeld aufzutun, dem es aber an Nachhaltigkeit fehlt. Gut zwei Drittel der Befragten sind der Überzeugung, dass sich in den kommenden Jahren das Thema Mobile Learning als (sehr) wichtig erweisen wird. Jedoch wird eher erwartet, dass diese Lernform im beruflichen Umfeld Einzug hält. Bereits über 40 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass mobile Endgeräte in den nächsten drei Jahren unterstützend im Rahmen des Lernens für den Beruf zum Einsatz kommen. Auf längere Sicht glauben das bereits 80 Prozent der Befragten. Als Einsatzfeld für Mobile Learning sehen über die Hälfte der Befragten die Weiterbildung an. Im Rahmen des Studiums und der Ausbildung können es sich über 40 Prozent vorstellen.

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