Mobiles Marketing
Möglich ist, was der Handy-Nutzer erlaubt

Handynutzung an allen Orten wird ganz selbstverständlich. Davon profitieren Dienstleister, die Mobiltelefonie in ihre Werbekonzepte einbinden. Das so genannten "Mobile Marketing" liegt voll im Trend. Das zeigt sich auf dem Branchentreff OMD in Düsseldorf.

DÜSSELDORF. Ein bekanntes Bild: Zwei Schüler sitzen in der Bahn einander gegenüber, schreiben sich SMS, kichern, schicken sich Klingeltöne. Das löst Kopfschütteln aus bei den älteren Bahnfahrern. Schließlich haben sich junge Leute "früher" noch miteinander unterhalten. Und heute?

Dass junge Nutzer offen sind für Werbeaktionen, die über ihr Lieblingsspielzeug Handy laufen, dürfte kaum erstaunen. Doch werbetreibende Firmen wollen nun auch die Generation der über 30-Jährigen durch das so genannte Mobile Marketing erreichen.

Das zeigt die aktuelle Kampagne für den Ford S-Max. Zielgruppe für den Sportvan sind Familienväter. Über ein Portal können Interessierte mit ihrem Mobiltelefon in einen interaktiven Show-Room eintreten, das Auto drehen und wenden und als Video anschauen. Zusätzlich wird eine Händlersuche angeboten, Grußkarten können verschickt, Bildschirmschoner heruntergeladen werden.

Mobile Marketing liegt im Trend, das zeigt sich auch auf der am gestrigen Mittwoch in Düsseldorf eröffneten Messe für digitales Marketing OMD. Dienstleister wie die Yoc AG, die für Ford das mobile Portal entwickelte, aber auch Traditionsunternehmen wie die Deutsche Post präsentieren dort aktuelle Produkte für Werbung übers Handy.

Die OMD beweist: Werbung wird komplexer - technisch scheint alles möglich. Von Kurzmitteilungen bis hin zu ausgefeilten Kampagnen mit kleinen Filmen, Informationsdiensten und Gewinnspielen sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. "Mobile Marketing ist mehr als Jamba-Klingeltöne", sagt Christian Mühlenbeck, Senior Consultant vom Beratungsunternehmen Proximity. Und Yoc-Chef Dirk Kraus ergänzt: "Die Verbindung von Mobile Marketing, Entertainment und Informationen schafft auch in neuen Zielgruppen Akzeptanz für diese Werbeformen."

Mobile Marketing ergänzt das Angebot klassischer Onlinewerbung, die insgesamt rasant wächst. Laut Nielsen Media investierten Unternehmen in Online-Werbung im ersten Quartal 2006 rund 124 Mill. Euro - 53 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

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