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Mobilfunk lässt Telekom-Kasse klingeln

Ein glänzendes Mobilfunkgeschäft vor allem in den USA hat im ersten Quartal 2005 die Kasse der Deutschen Telekom ordentlich klingeln lassen. Der Konzernüberschuss habe sich um 60 Prozent auf 1,0 Milliarde Euro erhöht, sagte Vorstandschef Kai-Uwe Ricke am Donnerstag bei einer Telefonkonferenz.

dpa BONN. Ein glänzendes Mobilfunkgeschäft vor allem in den USA hat im ersten Quartal 2005 die Kasse der Deutschen Telekom ordentlich klingeln lassen. Der Konzernüberschuss habe sich um 60 Prozent auf 1,0 Milliarde Euro erhöht, sagte Vorstandschef Kai-Uwe Ricke am Donnerstag bei einer Telefonkonferenz.

Der Anstieg des bereinigten Ergebnisses vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) um gut fünf Prozent auf 4,9 Mrd. Euro sei im Wesentlichen auf den Beitrag des Mobilfunks zurückzuführen, sagte er. „Wir haben den Trend des profitablen Wachstums weiter fortgeschrieben“. In Deutschland und in Großbritannien zahle sich der Strategiewechsel allmählich aus.

Die US-Tochter, die die Telekom vor vier Jahren für viel Geld erworben hatte und dafür von den Kapitalmärkten abgestraft wurde, hat sich in der Mobilfunksparte zu einer Perle entwickelt. Allein in den ersten drei Monaten steigerte T-Mobile USA die Kundenzahlen um knapp 1 Million auf einen Bestand von 18,3 Mill. Teilnehmern. Ihr Beitrag zum Ebitda lag bei 602 Mill. Euro.

In Deutschland wird der Kundenzuwachs bei T-Mobile dagegen immer schwächer. So verzeichnete das Unternehmen in den ersten drei Monaten bei einem rückläufigen Umsatz lediglich einen Zuwachs von 90 000 Teilnehmern auf 27,6 Millionen. Dabei dürfte Vodafone D2 nach Einschätzung von Experten weiter zu T-Mobile aufgeschlossen haben. Ende 2004 lag der Abstand nur noch bei rund 600 000 Kunden.

Die Telekom definiere Marktführerschaft nicht nach Kundenzahlen, sondern nach Qualität der Produkte und nach Umsatz, betonte Ricke. Daran gemessen liege das Unternehmen weiter vorn. Wichtig sei, dass Zuwächse bei den lukrativeren Vertragskunden verzeichnet würden und der Durchschnittsumsatz pro Kunde steige. Insgesamt telefonierten Ende März knapp 79 Millionen Kunden in allen vollkonsolidierten Mobilfunkgesellschaften des Konzerns, acht Mill. mehr als ein Jahr zuvor.

Nach einem drastischen Schuldenabbau in den vergangenen zwei Jahren sind die Netto-Verbindlichkeiten der Telekom im ersten Quartal wieder angestiegen, und zwar auf 42,6 Mrd. Euro. Grund hierfür seien der Erwerb des Cingular-Netzes in den USA, der Rückkauf von T-Online-Aktien und Wechselkurseffekte gewesen.

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