Moderne Prozessoren glänzen durch hohe Taktraten, aber der Datendurchsatz hinkt hinterher
Mehr Leistung statt mehr Megahertz

Obwohl Rechner heute mit der 1500-fachen Geschwindigkeit getaktet werden, empfindet der Anwender sie immer noch als zu langsam. Neue Konzepte sollen bei gleicher Taktrate den Datendurchsatz erhöhen.

hiz DÜSSELDORF. Das Herz heutiger Arbeitsplatzrechner sind Prozessoren, die mit Taktraten um drei Gigahertz arbeiten. Das ist 1 500-mal schneller als die ersten PCs, die gerade mal mit zwei Megahertz getaktet wurden. Die Taktrate beschreibt, wie schnell ein Prozessor einen internen Befehl, Instruktion genannt, verarbeitet. Bei diesem gigantischen Tempozuwachs fragt man sich, warum die Rechner immer noch zu langsam sind. Zwei Ursachen sind dafür verantwortlich. Zum einen leisten Betriebssysteme und Programme ein Vielfaches von dem was zu DOS-Zeiten üblich war. Der andere Grund liegt darin das die anderen Komponenten in den Rechnern nicht die gleiche Leistungssteigerung erlebt haben wir die Prozessoren. Entwickler von Sun Microsystems schätzen, dass sie 75 Prozent der Zeit auf die Antwort externer Bausteine warten. Instruktionen ausführen bedeutet Daten mit Rechen- oder Vergleichsoperationen miteinander zu Verknüpfen. Diese Daten liegen üblicherweise im Arbeitsspeicher. Zur Verarbeitung fordert der Prozessor diese an und wartet bis alles bereit ist, bevor er den eigentlichen Rechenvorgang abschließen kann. Da die Speicherchips viel langsamer sind als der Prozessor, verlangsamen diese Wartezeiten den Datendurchsatz.

Den Chipentwicklern sind diese Tatsachen natürlich bekannt. Deswegen gehen sie neue Wege. Die einzige Stelle, an der in einem Computer festgestellt werden kann, ob der Prozessor in Wartestellung ist, ist im Prozessor selbst. Hier setzen die neun Überlegungen an. Intel nennt das Konzept Hyper-Threading-Technologie. Hierbei wird dem Betriebsystem vorgegaukelt, es hätte zwei Prozessoren zur Verfügung. Da in einem Rechner immer mehrere Prozesse, so genannte Threads, parallel ablaufen, werden diese auf die zwei virtuellen Prozessoren verteilt. In der Realität schaltet der Chip in den Wartezeiten auf den andern Thread um. Nach Angaben des Herstellers wird bei gleicher Taktrate ein etwa 30 Prozent höherer Durchsatz erreicht.

Seite 1:

Mehr Leistung statt mehr Megahertz

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%