Monat November
Sober stürmt die Virencharts

Der Wurm Sober-Z stürmte direkt auf Platz Eins der November-Virencharts. Ansonsten dominieren neue Versionen bekannter Bedrohungen die Hitliste. Mittlerweile ist jede 38. E-Mail infiziert.

hiz DÜSSELDORF. Obwohl erst gegen Ende November erschienen eroberte der Wurm Sober-Z mit einem Anteil von mehr als 40 Prozent des Schädlingsaufkommens den Spitzenplatz in den Viren-Charts für den Monat November, die von den Antivirenspezialisten von Sophos zusammengestellt wurde. In Spitzenzeiten enthielt demnach weltweit jede 13. versendete E-Mail einen mit dem Wurm infizierten Anhang. Die E-Mails tarnen sich unter anderem als vermeintliche Meldungen des Bundeskriminalamtes (BKA) zum angeblichen Besitz von Raubkopien und versuchen so, verunsicherte Empfänger dazu zu bringen, den infizierten Anhang zu öffnen.

Der neue Wurm Sober-Z, der im November für 42,9 Prozent aller registrierten Virenreports verantwortlich war, versucht installierte Sicherheits-Software auszuschalten. Der bislang unbekannte Programmierer des Wurms ist nach Aussagen der Experten bereits seit zwei Jahren aktiv. „Seit der erste Sober-Wurm im Oktober 2003 auftauchte, versucht der Autor seine Tricks immer weiter zu perfektionieren, um Anwender zu täuschen und sie dazu zu bringen, infizierte Dateianhänge auszuführen. Die Sober-Familie scheint so schwer auszurotten zu sein wie eine Kakerlaken-Kolonie“, erklärt Christoph Hardy, Security Consultant bei Sophos.

Der von dem deutschen Jugendlichen Sven J. programmierte Schädling Netsky-P musste dem Sober-Neuling im November seinen Spitzenplatz überlassen, den er zuvor vier Monate lang behaupten konnte. Als weiterhin hartnäckig zeigten sich Versionen des Mytob-Wurms. Diese Schädlingsfamilie stellt immer noch die Hälfte aller in den Top Ten vertretenen Viren-Arten. Insgesamt zeigt die Dominanz der Mytob-, Sober-, Netsky- wie auch Zafi-Abkömmlinge, dass Cyber-Kriminelle in zunehmendem Maße neue Varianten bekannter Bedrohungen mit immer ausgefeilteren Täuschungsmethoden entwickeln. Sie wollen PC-Anwender mit allen Tricks dazu bringen, die den E-Mails beigefügten Schadprogramme auszuführen.

Die Untersuchungen ergeben, dass im November weltweit 2,7 Prozent aller verbreiteten E-Mails mit einem Schadprogramm infiziert waren, dies entspricht einer von 38 Mails. Im Vormonat lag der Anteil noch bei 1,66 Prozent, damit war nur jede sechzigste E-Mail infiziert. Die Gesamtzahl der bekannten Viren liegt aktuell bei 114 082. Das ist ein Zuwachs von 1940 Schädlingen im Vergleich zum Vormonat.

Mit aktuellen Virenscannern und gebotener Vorsicht, können die Schäden durch Viren und Würmer begrenzt werden. „Gehen Anwender achtsam mit E-Mails um, die sie von unbekannten Absendern empfangen, können sie den Schädling davon abhalten, ihre Rechner und Netzwerke zu infizieren“, mahnt Fachmann Christoph Hardy.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%