Monitorkalibrierung auch für Privatanwender
Bildschirmen die Farbtreue einhauchen

Mit der rasenden Verbreitung der Digitalfotografie steigen auch die Ansprüche an die Monitordarstellung. Kalibrierte Monitore zeigen die Bilder in den richtigen Farben.

hiz DÜSSELDORF. Mit Spyder 2 stellt die Schweizer Colorvision ein System zur Farbkalibrierung von Monitoren vor. Zielgruppe der neuen Produktreihe sind vor allem Privatanwender, kleine Agenturen und Grafikabteilungen in Unternehmen. Im professionellen Bereich gehören kalibrierbare Monitore seit langem zum Standard. Allerdings lagen die Lösungen bislang in Preisregionen, die für kleine Anwendungen schlicht zu hoch waren. "Monitorkalibrierung war früher eine komplizierte und teure Angelegenheit, mit der sich nur die Profis beschäftigten", bestätigt Christoph Gamper, Geschäftsführer Colorvision Europe.

Mit der rasanten Verbreitung der Digitalfotografie steigen aber auch bei den Privatanwendern die Ansprüche an die Darstellungsqualität auf den PC-Monitoren. Die digitalen Bilder sollen auf dem Bildschirm die gleichen Farben haben, wie die professionellen Ausdrucke aus dem Labor. Dazu werden die Bildschirme kalibriert. Mit Spyder 2 und einer speziellen Software werden die Werte eines beliebigen Monitors ausgemessen. Daraus wird ein so genantes ICM-Farbprofil erstellt, in dem die Kennlinie der Grundfarben Rot, Grün und Blau hinterlegt sind. Diese Farbprofile können in den aktuellen Betriebssystemen Microsoft Windows und Apple hinterlegt werden. In der Grafikkarte werden dann die Farben schon so berechnet, dass die Eigenheiten der einzelnen Displays ausgeglichen werden und die Farben natürlich aussehen.

Das neu vorgestellte Zusatzmodul Spyder 2 wird über USB an den Rechner angeschlossen und lässt sich zur Messung an CRT- und LCD-Monitore anbringen. Durch ein spezielles Filtersystemen lässt sich Farbgleichheit auf unterschiedlichen Monitoren durchführen, denn konventionelle Röhrenmonitore hinterlassen andere Farbeindrücke als LCD-Monitore. Die Software führt interaktiv durch den Kalibrierungsprozess und erstellt die Profile für die Monitore. Ja nach Ausbaustufe des Systems können zwei unterschiedliche Monitore an einem Rechner kalibriert werden, solange sie von zwei Grafikkarten gespeist werden. So können auch die ganzen Systeme eines Studios kalibriert werden. Die Weißpunkte unterschiedlicher Monitore werden dabei exakt aufeinander angepasst und es wird ein Standard gewählt, auf den sämtliche Monitore abstimmt werden.

Die deutschen Versionen werden ab November im Handel erhältlich sein. Je nach Ausbaustufe der Systeme liegen die Preise zwischen 109 und 299 Euro.

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