Münchener Computerbauer setzt auf neue Wege in der Vermarktung
Fujitsu-Siemens hofft auf Schub durch Öko-PCs

Europas größter Computerhersteller geht neue Wege. Fujitsu Siemens Computers (FSC) forciert das Geschäft mit PCs, die weit weniger umweltschädlich sind als herkömmliche Rechner. Der Absatz der so genannten „Green PCs“ läuft wie geschmiert: Schon 15 Prozent aller Computer, die von den Münchenern an den Mann gebracht werden, erfüllen Umweltstandards, die für die Branche außergewöhnlich hoch sind.

jojo AUGSBURG. PCs mit Öko-Etikett sind in der hart umkämpften Computerindustrie bislang die Ausnahme. Denn in der Regel verkaufen die Hersteller ihre Rechner vor allem über Preis und Leistung. FSC dagegen versucht sich nun in der öffentlichen Wahrnehmung durch Umweltschutz zu profilieren. Peter Eßer, zuständig für die Volumenproduktion bei FSC: „Wir wollen zeigen, dass wir einen Zusatznutzen geben können.“

Dass sich außergewöhnliche Aktionen auszahlen, hat der Computerhersteller bereits in den vergangenen Wochen bewiesen. Der so genannte „Deutschland-PC“ von FSC war in den Läden ein Renner und brachte der Firma viel Aufmerksamkeit. Das Gerät enthielt besonders viele Bauteile aus deutscher Produktion.

Die „Green-PCs“ zeichnen sich dadurch aus, dass sie umweltfreundlich produziert werden, leicht wiederverwendet werden können und zudem leise sind. Momentan tragen allerdings nur die teureren Modelle das grüne Logo.

Das Konzept wird nach Angaben des Unternehmens immer beliebter. FSC-Manager Eßer: „Die Nachfrage steigt stark, am kräftigsten in den nordischen Ländern. Dort haben wir dadurch massive Wettbewerbsvorteile.“ Höhere Einnahmen erzielt das Unternehmen so freilich nicht. Eßer: „Die Kunden sind nicht bereit, für Umweltschutz nur einen Cent mehr zu bezahlen.“ Intern spare FSC durch umweltschonende Abläufe aber einige Millionen Euro ein.

Wie schnell sich die grünen Rechner durchsetzen werden, will FSC nicht vorhersagen. Doch die Hürden sind nach wie vor hoch. Hans-Christian Steinmetzer vom bayerischen Umweltministerium: „Ob im öffentlichen Dienst umweltfreundliche PCs eingekauft werden, hängt stark vom Mut des beschaffenden Beamten ab.“ Die formale Möglichkeit sei zwar gegeben, aber noch immer gilt die Vorgabe, das günstigste Angebot auszuwählen. Der öffentliche Dienst ist wichtig für die Computerbauer, und FSC hat beim Staat traditionell einen guten Stand.

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