Münchner Kreis analysiert Mediennutzung in den Haushalten
Kampf ums Wohnzimmer hat begonnen

Der Markt für Heimnetzwerke ist noch in einem frühen Stadium, wir stehen erst an der Schwelle. Dies wurde auf einer Veranstaltung des Münchner Kreises während der Systems deutlich. Noch fehlen verbindliche Standards, die den Nutzen von Heimnetzen auch für Laien erleichtern.

HB MÜNCHEN. Rund 23 Millionen Haushalte mit einem Heimnetzwerk wird es in Westeuropa im Jahre 2008 geben, so die Prognosen der International Data Corporation (IDC). Für 2004 schätzen die Marktforscher die Zahl der Installationen auf gut 10 Millionen. Wie diese heimischen Netzwerke konkret aussehen werden, damit setzte sich eine Fachkonferenz des Münchner Kreises mit dem Titel „Networked Media@Home - Mediennutzung im vernetzten Haus” auseinander, die zeitgleich zur Systems stattfand. Der Münchner Kreis ist eine seit 1974 bestehende gemeinnützige, übernationale Vereinigung für Kommunikationsforschung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, neue Entwicklungen in der Kommunikationstechnik transparent zu machen.

Noch gibt es wenig gesicherte Aussagen, so der Tenor, doch die Diskussionen darüber sind in der Fachwelt bereits lebhaft. Wie Tagungsleiter Johannes Mohn sagte, ist der „Kampf ums Wohnzimmer“ hinter den Kulissen bereits voll entbrannt. So etwa hat die Digitalisierung von Multimediaprodukten nach Beobachtungen im Hause Philips schon beachtliche Fortschritte erzielt: Die Hälfte der europäischen PC-Besitzer hat bereits mehr als 100 Musiktitel auf ihren Festplatten gespeichert, rund 60 Prozent von ihnen haben bis zu 100 digitale Bilder gespeichert und nahezu 15 Prozent der europäischen PC-Besitzer benutzen ihre Rechner zur Speicherung von bis zu 20 Videodateien.

Auch die Nutzung von Breitbandnetzen wächst. Bis 2008, so die Prognose, werden 40 Prozent der westeuropäischen Haushalte über einen Breitbandanschluss verfügen. Dabei wird die Nutzung zu Unterhaltungszwecken einen weiten Raum einnehmen. Die Drahtlos-Technik wird die Vernetzung nach Auffassung von Experten spürbar erleichtern: Sie sei relativ leicht zu installieren, einfach zu bedienen und von den Kosten her gesehen erschwinglich, meinen die industriellen Anbieter. Das Ziel solcher Konzepte ist es, überall in der Wohnung alle Unterhaltungsmedien wie Musik, Bilder, Videos, Spiele unabhängig vom PC online zu nutzen.

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