Multimedia-Plattform
Keine Langeweile im Stau

Multimediafunktionen aus der Unterhaltensbranche drängen verstärkt ins Auto: Dabei setzen Automobilhersteller immer häufiger auf eine möglichst flexible Verknüpfung von Handy, MP3-Player oder mobilem Internet, um der schnelllebigen Branche ein Schnippchen zu schlagen und schneller auf Markttrends reagieren zu können.

BERLIN. Wer während der Rushhour mit dem Auto in der Stadt unterwegs ist, der braucht Geduld. Endlose Schlangen, rote Ampeln, das zehrt an den Nerven. Die Situation wird sich zwar so schnell nicht ändern, doch eins wird besser: Man wird die Zeit im Stau künftig besser nutzen können. Durch eine einfacheren Verknüpfung von Handy, MP3-Player oder mobilem Internet mit dem Bordcomputer im Auto, können Autofahrer ihre E-Mails einfacher abrufen und bearbeiten, komfortabler telefonieren oder sich einfach unterhalten lassen.

Damit der Autofahrer seine mobilen Geräte während der Fahrt nutzen kann, entwickeln die Automobilzulieferer eine sogenannte Multimediaplattform. „Neben den gängigen automobilen Anwendungen wie Navigation, Radio oder Spracherkennung ermöglicht eine solche Plattform die Einbindung von Fahrerassistenzfunktionen und den direkten Zugriff auf Unterhaltungsmedien und –elektronik“, beschreibt Eva Appold die Pläne von Siemens VDO.

Der Zulieferer trennt bei der Entwicklung der neuen Softwarearchitektur strikt zwischen fahrzeugrelevanten und unterhaltungselektronischen Funktionen. Das ist notwendig, weil die Handy–, Computer– und Infotainment-Technik viel schnelllebiger wird. „Dadurch ist es möglich, schnell auf zukünftige Neuerungen und Markttrends zu reagieren und neue Produkte schnellstmöglich zu integrieren, da nur einzelne Softwarebausteine ergänzt werden müssen“, erläutert Sprecherin Eva Appold die Pläne von Siemens VDO.

Auf der internationalen Automobilausstellung IAA, die in der nächsten Woche in Frankfurt beginnt, wird das Unternehmen erstmals eine Infotainment-Plattform vorstellen, über die neben Radioempfang und Navigation während der Fahrt auch Videos und Musik per Mobilfunk auf den Rechner im Auto geladen werden können. „Später soll der Autofahrer darüber auch im Internet surfen und Dienste wie Google Earth nutzen können“, sagt Appold. Bei der Hardwaregestaltung der Plattform setzt Siemens VDO auf leistungsstarke Prozessoren mit sogenannter Dual-Core-Architektur, wie man sie aus dem PC kennt.

Ein wichtiger Baustein wird dabei die einfache Integration von mobilen Geräten mit der fest eingebauten Technik im Auto sein. „Damit können externe Infotainment-Systeme über eine Bluetooth-Verbindung, USB oder andere gängige drahtgebundene Schnittstellen mit dem Anzeige- und Bediensystem des Fahrzeugs vernetzt werden“, erklärt Appold das Ziel. Die Bedienung soll über Multifunktionstasten am Lenkrad erfolgen.

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