Multimedia-Player mit Festplatte
Taschenkino für unterwegs

Musik-Player haben bereits die Welt erobert. Nun sollen "Persönliche Multimedia-Player" auch Videos und Fotos für unterwegs bereithalten. Das ist gerade in den Ferien zur Reisezeit interessant.

HB MÜNCHEN. Dank des Siegeszuges des Apple iPod ist mobile Musik bei allen Altersgruppen in. Die kleinen MP3-Player sind aus unserem Alltag nicht mehr weg zu denken, erlauben sie doch dem Musikliebhaber, seine umfangreiche CD-Sammlung mit auf Reisen zu nehmen. Dass das Angebot nicht auf Musik beschränkt bleiben wird, zeigte sich auf der Cebit im Frühjahr dieses Jahres. Sind die mobilen Winzlinge nämlich wie ein PC mit einer Festplatte ausgestattet, lassen sich damit auch Fotos und Filme in guter Qualität mit auf die Reise nehmen. Sie sollen im Flugzeug, Zug oder auf dem Rücksitz des Autos für Unterhaltung sorgen. Die mobilen Alleskönner sind in diesem Nutzungsfeld eine interessante Alternative zu tragbaren DVD-Playern. Manche der Multimedia-Player haben sogar eine Kamera an Bord, können Radiosender empfangen und als digitales Bilderalbum für unsere digitalen Kameras dienen.

Im Fachhandel hat sich für die neue Geräteklasse der Begriff "Personal Media Center" - Persönliches Medienzentrum - etabliert. Was der MP3-Player für Musik ist, sind Personal Media Center (PMC) für Videos. Sie passen in jede Hosen- oder Handtasche und können neben Filmen auch Musik abspielen und Fotos anzeigen. Die meisten Hersteller, sie kommen in der Regel aus Asien, haben nun einen oder mehrere Multimedia-Player im Programm. Die Liste reicht vom Videoplayer-Pionier Archos über den PC-Bordhersteller MSI, den Druckerspezialisten Epson bis zu den MP3-Größen iRiver (Korea) und Creative (Singapur). Auch der koreanische Konzern Samsung hat sich bereits in diesem Feld engagiert. Auch vom Aldi-Lieferanten Medion gab es schon ein PCM-Gerät. Test von Fachzeitschriften zeigen, dass bei den Modellen der einzelnen Hersteller erhebliche Unterschiede bestehen.

Die Entwicklung für diese neue Gerätegruppe kommt aus zwei verschiedenen Richtungen. So lag es aus Sicht der Hardware-Hersteller auf der Hand, Musikplayer (MP3) mit Festplatten aufzurüsten. Zeitgleich dazu war Microsoft bemüht, die Media-Center-Edition seines Windows XP Betriebssystem auch auf tragbare Systeme auszudehnen. Somit basieren einige der Player auch auf dem Windows-Betriebssystem. Die Mehrheit der Hersteller aus Asien neigt jedoch dazu, eine Form von Linux in ihren Geräten einzusetzen, ohne dies an die große Glocke zu hängen. Der koreanische Hersteller iRiver fährt sogar diplomatisch zweigleisig und hat für jedes Betriebsystem eine Linie im Programm.

Das Betriebssystem spielt jedoch nur eine untergeordnete Rolle für die Auswahl des passenden Geräts. Da diese in erster Linie zum Anschauen von Filmen oder Videosequenzen unterwegs dienen, sind Bildqualität und Videosoftware von weitaus größerer Bedeutung. Die Mehrzahl der Geräte hat am Bildschirm bei einem Durchmesser von knapp 9 cm eine Auflösung von 320x240 Bildpunkten (Pixel). Sie scheinen fast alle vom selben Lieferanten zu stammen. Eine Ausnahme bietet Epson mit einem Durchmesser von 9,4 cm und einer Auflösung von 640x480 Bildpunkten sowie der pMVP-Player von Hauppauge (15 cm / 720x480). Letztgenannter wird jedoch erst zum Weihnachtsgeschäft verfügbar sein. Als Bildschirmtechnik kommen entweder Flüssigkristall (LCD) wie bei TV-Geräten oder Dünnfilmtechnik (TFT) wie bei Notebooks zum Einsatz. Besonders interessant sind zudem Geräte mit organischen Displays - sogenannten OLEDs. Sie sind extrem leuchtstark und bieten auch bei schrägem Blickwinkel relativ gute Bilder.

Zur Videoaufbereitung arbeiten die Signalprozessoren (DSP) der meisten Geräte mit MPEG-4. Sie können daher die beiden weit verbreiteten Codecs (Videosoftwaremaschine) DivX und XviD verstehen. Die Geräte von Mustek und Jobo können auch mit MPEG-1 arbeiten. Als Speicher dient meist eine Minifestplatte, deren Größe zwischen 20 und 40 Gigabyte liegt. Zum Vergleich: Die Festplatten in digitalen DVD-Playern, TV-Geräten oder Settop-Boxen im Wohnzimmer liegen zwischen 40 und 80 Gigabyte. Eine Reihe von Geräten habet als Fotospeicher für unterwegs zudem einen oder mehrere Kartenleser (Compact Flash oder SD) an Bord. Hier ist bei einem Kauf prüfen, ob das zur Kamera passenden Format unterstützt wird.

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