Multimedia-Terminals informieren im Kaufhaus über die Produkte und nehmen Bestellungen entgegen
Infokioske helfen beim Verkaufen

Manchmal lohnt sich das Warten auf Herrn Godot. „Jahrelang wurde der Markt für Kioskterminals als ’Godot-Markt’ bezeichnet: Alle warteten darauf, dass er endlich Fahrt aufnimmt, aber er kam nicht in Schwung“, witzelt Eckhard Reimann. Das sei nun vorbei, sagt der Referent für den Bereich E-Kiosk beim Deutschen Multimedia-Verband. „Selbst IBM ist nach einer Abstinenzphase wieder in das Geschäft eingestiegen.“

BERLIN. Nach einer aktuellen Studie von Frost & Sullivan werden weltweite Umsatzsteigerungen von 428 Millionen US-Dollar im Jahr 2002 auf 745,8 Mill. US-Dollar bis 2008 erwartet. Haupteinsatzgebiet für die Kiosksysteme und Infoterminals ist der Handel. Die zunehmende Popularität des Online-Shoppings bewegt viele Händler dazu, ihre Produkte auch über Internet-Terminals anzubieten, zudem bevorzugen viele Kunden mittlerweile einen zeitsparenden Einkauf ohne jede Beratung.

Allerdings verfügt erst die Hälfte der Deutschen über einen Webzugang. Gelingt es, über ein Multimedia-Terminal auch Menschen ohne Internetzugang zu Hause für einen Onlinekauf zu gewinnen, kann der Handel Lagerfläche sparen. Virgin in England ist dies gelungen. Das Unternehmen verkauft CDs im großen Stil über Terminals – die Versandkosten sind immer noch um ein Vielfaches geringer als große Läden und Lagerflächen zu unterhalten.

Gleiches testet jetzt Sony auch in Lübeck. Eine US-Gartner-Studie vom Dezember bezeichnet den hauptsächlichen Mehrwert des Kiosks denn auch als Umsatzbringer und Kostenreduzierer. Die Computersäulen liefern dem Handel im Gegenzug nützliche Informationen über den Kunden.

Die Kioske sind ohne Abstriche multimediatauglich geworden. Geräte der neuesten Generation der Branchengrößen Winkel, Nixdorf, NCR und IBM haben hochauflösende Bildschirme, auch bei Tageslicht kräftige Farben, sind webfähig, können Videosequenzen abspielen und tönen längst nicht mehr wie eine Blechdose. Alle Anbieter wissen: Weniger ist zu wenig. Daher bieten immer mehr Infocomputer die Möglichkeit, E-Mails zu versenden und externe Programme auszuführen – sofern sie als sicher gelten. Selbstverständlich lässt sich das Surfgebiet vorher abstecken.

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